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Herzlich Willkommen auf dem Rädigker Campingplatz

Bärbel Kraemer / 09.09.2019, 16:40 Uhr
Rädigke Wie oft Fritz Lintow aus Raben in seinem Leben die Worte "Herzlich Willkommen"  bereits ausgesprochen hat, vermag er nicht zu sagen. Nur soviel. In diesem Jahr, von April bis August, kamen ihm diese Worte auf dem Rädigker Campingplatz schon mehr als 1.000 Mal über die Lippen.

"Wer hier ankommt, wird immer mit einem herzlichen Willkommen begrüßt", erklärt Lintow, der in mittlerweile zweiter Saison der gute Geist des Platzes ist.

Die Saison auf dem Campingplatz und Reisemobilhafen im Herzen des Hohen Flämings läuft jeweils vom 15. April bis zum 15. Oktober und hat wieder einmal Halbzeit.

Bis Ende Juli begrüßte Lintow, er ist zugleich Chef des Fremdenverkehrsvereins "Niemegker Land" der den Platz betreibt, bereits 849 Gäste. "Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeittraum 1.091", sagt der Platzwart nach einem Blick in die Statistik.

Ungeachtet der leicht rückläufigen Zahl schätzt er die Saison durchweg positiv ein und verweist auf die damit verbundenen rund 1.300 Übernachtungen. Der Platz war damit zwar nicht ausgebucht, dafür aber gut angefragt und hat einmal mehr seine Daseinsberechtigung bestätigt.

Mit seiner Lage direkt am R1 ist das Areal am Ortsrand von Rädigke bei Radwanderern, die ihr Zelt dabei haben, genau so beliebt wie bei Reisenden, die auf ihrer Fahrt von Nord nach Süd oder andersherum eine Nacht im Bungalow oder Wohnmobil auf dem Platz verbringen. Besser als im vergangenen Sommer waren in diesem Jahr die Bungalows ausgelastet und Caravanstellplätze ausgelastet.

Die Reisenden, die in Rädigke nächtigten, kamen längst nicht nur aus Deutschland. "Ich hatte auch schon Gäste aus den USA, Frankreich, Österreich, Belgien und den Niederlanden", so Lintow. Er sagt: "Die Entscheidung des Vereins, den Platz zu betreiben und von der Gemeinde Rabenstein/Fläming zu pachten, war die richtige gewesen" und ergänzt, dass zwischenzeitlich in eine neue Küchenzeile investiert und diverse Schönheitsreparaturen erledigt wurden.

Das beliebteste Ausflugsziel der Kurzurlauber ist nach Lintows Aussage Wittenberg. Die Lutherstadt liegt nur 23 Kilometer vom Campingplatz entfernt und wird von den Übernachtungsgästen gern mit dem Fahrrad angesteuert - dasselbe gehört nach seiner Einschätzung ohnehin zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln von Campern.

Letztere schätzen insbesondere die Ruhe auf dem Platz. Und noch etwas hat der Platzwart in den vergangenen Monaten beobachtet. Rädigke wird von Urlaubern aus dem ganzen Land, die zwischen Küste und Bergen unterwegs sind, gern als Zwischenhalt auserkoren.

"Kein Wasser zum schwimmen in der Nähe zu haben, ist eigentlich unser einziger Minuspunkt", so Lintow weiter. Aber dafür kann Rädigke mit einem Plus an Natur und einer idealen Lage aufwarten. Nicht nur in Richtung Wittenberg, Dessau oder Wörlitz.

"Bis nach Berlin sind es 94 Kilometer, nach Potsdam 65 oder nach Brandenburg 60", so Lintow und deutet auf kleine Metalltäfelchen, die diese Entfernungshinweise in die nächst größeren Städte liefern. Sie befinden sich gut sichtbar am Eingangsbereich des Platzes. Griffbereit gibt es dort auch allerlei Informationspapiere zu Ausflugszielen in die Region und das in diesem Jahr neu erschienene Faltblatt zum Campingplatz.

In einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt, vermittelt es kompakt alle wichtigen Informationen über den Platz, den Betreiber und die Region. Mit dem "Herzlich Willkommen", mit dem Platzwart Lintow jeden einzelnen Gast begrüßt, wird jeweils auch dieser kleine Campingplatzführer ausgehändigt. Für den Nachwuchs hat er zusätzlich Lollis und Gummibärchen parat, die zum herzlichen Willkommen der Kids gehören.

Und wohin zieht es die Flämingurlauber noch? Auch darauf hat Platzwart Lintow eine Antwort gefunden. Unter anderem zum Baumwipfelpfad nach Beelitz.

Infokasten

Der Campingplatz in Rädigke wurde vor 41 Jahren eröffnet. Er war damals der einzige seiner Art im Altkreis Belzig. Heute gilt er als der kleinste im Land Brandenburg und ist zugleich der einzige im Hohen Fläming. In den vergangenen fünf Jahren wurden durchschnittlich knapp 1.000 Übernachtungen gezählt.

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