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Rassetiere in Medewitzerhütten
Züchtern liegt das Tierwohl am Herzen

Bärbel Kraemer / 06.11.2019, 08:05 Uhr
Medewitzerhütten Der Kleintierzuchtverein Medewitz "Fläming" e.V. präsentierte am vergangenen Wochenende seine 51. Vereinsschau für Rassegeflügel und Rassekaninchen. "Zirka 200 Tiere standen im Wettbewerb um die begehrten Preise. Die Qualität der ausgestellten Tiere spiegelt den Fleiß und die Verbundenheit der Züchter wieder", so Vereinschef Detlef Schrödter im Bürgerhaus von Medewitzerhütten.

Nachdem drei erfahrene Preisrichter aus Ferchland, Gatersleben und Schlaubetal die Tiere bereits am Freitag in Augenschein genommen hatten, konnte er ein positives Fazit der zu Ende gehenden Zuchtsaison ziehen.

Landesverbands- und Kreisverbandsehrenpreise, Große und Sonderehrenpreise, Ehren- und Zuschlagspreise konnten an die teilnehmenden Geflügel- und Kaninchenzüchter aus Görzke, Medewitzerhütten, Medewitz, Wiesenburg und Wutzow vergeben werden.

Einer von ihnen ist Hans-Joachim Naruhn. Eine Kingtaube aus seiner Zucht - blau mit Binden - wurde von der Preisrichtern für hervorragend befunden und bescherte dem Züchter einen Landesverbandsehrenpreis. Auf den ist der 67-Jährige besonders stolz. "Die Aufzucht der Kingtauben ist nicht ganz leicht", erklärte der Wiesenburger und zeigte das preisgekrönte Federvieh. Es ist eines von 20 Tauben, die Naruhn in der Ausstellung präsentierte. Neben weiteren 16 Hühnern und 16 Kaninchen, die ebenfalls sehr gute Bewertungen erhielten.

"Hans-Joachim Naruhn ist ein sehr aktiver Züchter", lobte Schrödter und betonte, dass Ersterer ein besonders großes Herz für Tiere hat. So hat Naruhn während der Zeit, in der sich die beiden Männer kennen, nicht nur eine verletzte Schleiereule aufgepäppelt, sondern auch eine Kohlmeise, eine Wildente und eine Nebelkrähe.  Was an dieser Stelle durchaus einmal erwähnt werden darf. "Ich habe seit meinem neunten Lebensjahr Tiere. Mit Kaninchen hat es damals angefangen", erzählte der Wiesenburger, der im Verein als Allrounder gilt und dem Rassevielfalt am Herzen liegt.

Zur "Besten Häsin" wurde wiederum ein Zwerg-Widder Kaninchen von Tobias Zimmermann gekürt. Aufgewachsen in Medewitzerhütten, ist der 31-Jährige mittlerweile mehr in Bad Berka als in seinem Heimatdorf zu Hause. Dem Verein, dem er seit dem Jahr 2000 angehört, hält er dennoch die Treue. Die Vereinsschau jeweils Anfang November besucht er jedoch schon viel länger. "Mein Patenonkel hatte Hühner und war im Verein. Deshalb bin ich schon als Kind hier umher geschlichen", so Zimmermann. Schon damals hatte er sich in ausgestellte Fellträger verguckt. Heute züchtet der 31-Jährige erfolgreich Zwergwidder. Die "Beste Häsin" zog im Lauf der Ausstellung dann auch viel Aufmerksamkeit auf sich. Was der Laie als weiß-grau-schwarz gescheckt deutet, nennen Züchter "rhönfarben". Die aus Thüringen stammende Rasse ist, so Zimmermann, in hiesiger Gegend noch nicht so weit verbreitet. Er hat hat sein Herz an sie verloren.

Zum "Besten Rammler" kürten die erfahrenen Preisrichter wiederum ein Kaninchen der Rasse "Blaue Wiener" aus der Zucht von Torsten Möritz aus Medewitzerhütten, der zugleich einen Kreisverbandsehrenpreis für die beste Sammlung dieser Rasse erhielt.

Vereinschef Detlef Schrödter, der mangels Zeit selbst nicht mehr züchtet, sieht das Engagement der Vereinsmitglieder mit Freude und betonte: "Erfolge wie auf dieser Ausstellung sind nicht vorprogrammiert, sondern müssen durch züchterischen Fleiß und Sachkenntnis beim Umgang mit Tieren täglich neu erarbeitet werden."

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