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Rassegeflügel im Fläming
Ein Gackern und Krähen

Bärbel Kraemer / 28.11.2019, 11:22 Uhr
Niemegk Geflügelzüchter in nah und fern sind in die Ausstellungssaison gestartet. Nach Niemegk hatten die Rassegeflügelzuchtvereine aus Bad Belzig und Niemegk eingeladen. In der Stadthalle "Lindenhof" präsentierten sie dem interessierten Publikum im Rahmen der 28. Rassegeflügelschau mit angeschlossener Kreisverbandsschau exakt 400 Hühner und  Tauben.

Vorab hatten erfahrene Preisrichter aus Leegebruch, Dallgow, Börde-Hakel, Turnow-Preilack und Burg das Federvieh von 39 Ausstellern unter die sprichwörtliche Lupe genommen und die Tiere bewertet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Neben Landesverbands- und Kreisverbandsehrenpreisen sowie dem hoch geschätzten Flämingband wurden viele weitere Auszeichnungen vergehen. Das Zuchtjahr, so das Fazit der beiden Vereinsvorsitzenden aus Niemegk  und Bad Belzig - Sven Galle und Thomas Tragmann - war erfolgreich.

Auf die Pflicht, folgte die Kür. Nach der Bewertung hatte das interessierte Publikum drei Tage lang Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.

Während dieser Zeit waren Vereinsmitglieder vor Ort, um mit ihresgleichen zu fachsimpeln und um Besuchern ihr Hobby zu erklären. Zu ihnen gehörte Julia Behlau - 28 Jahre jung und mit einem Faible fürs Geflügel. "Das ich mal Geflügel züchten würde, hätte ich mir früher nicht vorstellen können", so die gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte. Doch mit der Liebe - ihr Lebensgefährte züchtet seit seiner Kindheit - entdeckte sie auch für sich ein neues Hobby. Seit 2014 in Niemegk lebend, wuchs die junge Frau langsam aber stetig in dieses Aufgabenfeld hinein. Anfangs war sie nur beim Füttern behilflich, wenn Benjamin Galle - Landwirt aus Berufung - spät von der Arbeit heimkam. Irgendwann wurde mehr daraus. Das Interesse an den verschiedenen Rassen wuchs, diese und jene gefielen ihr - er züchtete sie dann für seine Lebensgefährtin. Irgendwann kam die Frage: "Warum machst du es nicht selbst? Seit 2018 ist sie dabei.

In Niemegk stellte die 28-Jährige zum zweiten Mal aus. Ihr Erfolg kann sich sehen lassen. 15 italienische Mövchen der Rassen eisfarbig mit schwarzen Binden und eisfarbig gehämmert steuerte die junge Frau für die Ausstellung bei. Drei der Täubchen wurden von den Preisrichtern für so gut befunden, dass Julia Behlau für ihre Arbeit einen Sonderehren-, einen Ehrenpreis und einen Zuschlagpreis erhielt.

Auf die Frage, warum sie sich ausgerechnet den italienischen Mövchen verschrieben hat, sagt sie: "Weil sie mir auf Anhieb gefallen haben und schwer zu züchten sind." Sie erklärt, dass es bei den Tauben nicht nur nach Schönheit geht, dass die Preisrichter auch nach Form, Stand und Figur des Federviehs schauen - vom Schnabel bis zum Fuß. Zufrieden zeigten sich auch Sven Galle und Thomas Tragmann. Sie sagen: "Wir sind guten Mutes in die Vorbereitungen gegangen, auch wenn es jedes Jahr schwieriger wird. Wir Rassegeflügelzüchter wollen mit unserer Ausstellung zeigen, das wir verantwortungsvolle Haltung, Pflege und Erhaltung der Artenvielfalt praktizieren."

Lobende Worte kamen auch von Uwe Heese, dem ersten Vorsitzenden des Kreisverbandes. Er betonte: "Die Zahl der Aussteller zeugt von dem Vertrauen, das die Züchterwelt dem Ausstellungsteam in Niemegk entgegenbringt".

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