Heimatkalender 2020 für Mittelmark
"Zwischen Havel und Fläming"

Bärbel Kraemer / 03.12.2019, 13:00 Uhr
Mittelmark Was die Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark (CPM) im vergangenen Jahr versprochen hatte, ist eingelöst. Der neue Heimatkalender mit dem Titel "Zwischen Havel und Fläming" für das Jahr 2020 liegt druckfrisch vor.Die 116 Seiten starke Schrift wurde im Rahmen des Chronistentreffens in Garrey vorgestellt. Seitdem ist das Büchlein auf Bestellung und in diversen Geschäften des Landkreises erhältlich.

Den interessierten Leser erwarten wie gewohnt spannende Geschichten aus der Feder von Heimatforschern zwischen Havel und Fläming. Über das "Skispringen in Geltow" schrieb Heinz Ofcsarik. Den Aufsatz "Der Kreis Teltow und das Groß-Berlin-Gesetz" steuerte Carola Viemann bei. John Shreve, Ortschronist aus Reetz, verfasste den Beitrag "Von Reetz über Bautzen nach St. Thomas" und hielt für nachfolgende Generationen den Lebensweg des Reetzers Alfred Wernicke fest. Andreas Koska sorgte dafür, dass der in seinem Heimatdorf Cammer gepflegte Brauch des "Herrentutens" Aufnahme in den Heimatkalender fand. Detlef Fechner aus Wittbrietzen reihte sich mit dem Aufsatz "Die verschwundenen Dörfer" in die Autoren ein. Die "Wanderregion Hoher Fläming" stellte Hartmut König vom Märkischen Wanderbund vor. Einen weiteren Beitrag verfassten Helga Kästner, Bill Nickl und Monika Schwarz, in dem sie für den Heimatkalender die ehemaligen Nutzungen des heutigen Zentrums für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (ZEGG) in Bad Belzig zusammenfassten. "Landwirtschaftsrat Johannes Schnell" stellt Dieter Dehame aus Potsdam vor. Den Aufsatz "Maibaum und Bändertanz" steuerte Angela Schneider aus Tremsdorf bei. Heimatforscher Wolfgang Beelitz aus Linthe bündelte für den aktuellen Heimatkalender wiederum seine Forschungsergebnisse über die "Gutsherrschaft in Nichel".

Insgesamt 22 Autoren griffen zur sprichwörtlichen Feder und sorgten damit dafür, dass mit dem aktuellen Heimatkalender eine Tradition fortlebt. Aktuelle Beiträge und tiefer gehende geschichtliche Analysen zur Geschichte der Städte und Dörfer des Landkreises in sich vereinend. Eine kleine Einlage mit Fotos unter dem Titel "Kindheit und Jugend im Dorf" ergänzt das Heft.

2017 hatte die Chronistenvereinigung den Anstoß gegeben, den jährlich erscheinenden Druck nach 15-jähriger Pause wieder aufleben zu lassen. Schon 2018 erschien der erste alte/neue Heimatkalender unter Regie des CVM.

Genau 105 Jahre zuvor, 1913, war erstmals ein solcher veröffentlicht worden. Damals jedoch noch unter dem Titel "Kreis Kalender für Zauch-Belzig". Zum Preis von 50 Pfennigen war derselbe erhältlich gewesen. Im Vorwort heißt es: "Der vom Wohlwollen der Kreisbehörden getragene Kalender will den Kreisinsassen die landschaftlichen Schönheiten ihrer engeren Heimat durch Wort und Bild vor Augen führen, sie mit den historischen Tatsachen vertraut machen, ihnen alte Sitten und Bräuche überliefern und die Liebe zur Heimat pflegen".

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es von 1960 bis 1963 in Belzig einen Heimatkalender. Ein neuerliches Anknüpfen begann 1984 mit dem "Belziger Heimatkalender". Im Vorwort steht: "Mit der Herausgabe des Heimatkalenders 1984 wird zum 35. Jahrestag der Gründung der DDR eine Tradition fortgesetzt ...". Ab 1994 - der Kreis Belzig war Geschichte und Teil des Landkreises Potsdam-Mittelmark geworden, erschien der Kalender in der Reihe "Heimatblätter" unter dem Titel "Zwischen Havelland und Fläming". 2003 letztmals erschienen, wurde die Veröffentlichung ab 2004 aus finanziellen Gründen eingestellt.Der aktuelle Kalender ist nicht nur heimatkundlich interessierten Lesern zu empfehlen und sollte in keinem Bücherschrank fehlen.

Er ist in Buchhandlungen, Touristinformationen, Rathäusern und rund 100 Geschäften zwischen Havel und Fläming (ISBN 978-3-946668-05-3) zum Preis von 9,90 Euro erhältlich.Weitere Informationen über die Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark sind im Internet unter www.chronistenvereinigung-pm.de nachzulesen.

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