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Brandenburg an der Havel
Modellbahnfreunde präsentierten Westhavelländische Kreisbahn in Miniformat

Erhard Herrmann / 04.02.2020, 09:30 Uhr
Brandenburg Noch einmal mit einer Lokomotive der Westhavelländischen Kreisbahn, die im Jahre 1969 stillgelegte Strecke abfahren – möglich machen will das der "Freundeskreis der Westhavelländischen Kreisbahn e. V.". Natürlich nicht im Original, sondern im Modellmaßstab 1:87.  Die Vereinsmitglieder präsentierten am vergangenen Wochenende ihre Modellbaufortschritte. Und dafür herrschte wahrlich großer Bahnhof im Wichernhaus.

"Bitte von der Bahnsteigkante zurücktreten", hieß es1901 beim Start am Krakauer Tor in der Stadt Brandenburg. Die Fahrt ging dann nach Klein Kreuz und Roskow in Richtung Nauen. Eine zweite Strecke führte von Brandenburg-Altstadt über Brielow, Radewege, Butzow, Ketzür und Lünow nach Roskow. "Von der über 45,6 Kilometer langen Strecke und ihren Bahnhöfen gibt es nicht mehr viel zu sehen. Wir wollen, dass die Geschichte der Bahn nicht vergessen wird ", erklärt Vereinschef Sven Krähenbühl."Natürlich können wir nicht die gesamte Strecke nachbauen. Deshalb haben wir uns auf die Bahnhöfe und markanten Punkte, wie die ehemalige Stärkefabrik, konzentriert", ergänzte der begeisterte Modellbaufan.

Die Modelle der Bahnhöfe Krakauer Tor, Klein Kreutz, Saaringen, Weseram und Lünow sind fertiggestellt. Der Bahnhof Roskow, ein Hauptknotenpunkt der Bahn, ist in Arbeit. Das Bahnhofsgebäude und der Lokschuppen sind einer der wenigen gut erhaltenen Bauten und für Eisenbahnfreunde ein lohnendes Ziel. Meist sind Eisenbahn-Enthusiasten für den Nachbau jedoch auf alte Fotos und Zeitzeugen angewiesen, die auch Informationsmaterial in Form von Urkunden, Dienstschreiben, Fahrplänen zur Verfügung stellen. Diese werden bei den Ausstellungen gezeigt und komplettieren die historisch getreue Aufarbeitung.

Wie der Streckennachbau bedeutet auch eine Ausstellung eine Menge Aufbauarbeit für die Vereinsmitglieder. Neben der Westhavelländischen Kreisbahn wurden deshalb auch private Kompaktanlagen verschiedener Spurweiten, Themen, Epochen sowie Größen gezeigt. "Mein Kompliment. Es ist unglaublich, wie viele Arbeitsstunden hier hinein fließen", lobte ein Besucher, die Mühen der Modellbahnfreunde.

Zumal auch das Material teuer geworden ist. "Eine Modellokomotive kann schon mal zwischen 400 und 600 Euro kosten", betonte der Vereinschef. Hinzu kommt das eine Anlage eigentlich nie fertig ist. Ständig wird ergänzt, ausgetauscht und neues Gleismaterial verlegt. Das macht letztendlich aber auch den besonderen Reiz für den Eisenbahnmodellbau aus.

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