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Widerstände gegen Gesundheitskarte

dpa / 23.12.2016, 19:15 Uhr
Potsdam (dpa) Sechs Brandenburger Landkreise und die Stadt Frankfurt (Oder) verweigern bislang die Ausgabe der Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Mit der Karte sollen die Menschen zum Arzt gehen können, ohne die Behandlung vorher bei der Sozialbehörde beantragen zu müssen. "Die Landeshauptstadt Potsdam und zwei Landkreise haben die Karten bereits ausgegeben, sechs weitere Landkreise und die kreisfreien Städte Cottbus und Brandenburg/Havel wollen spätestens zum 1. April kommenden Jahres damit starten", sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag zum gegenwärtigen Stand.

Mit den übrigen Landkreisen stehe man in Verhandlungen und sei zuversichtlich, dass es auch dort zur Einführung der Gesundheitskarten kommen werde, ergänzte der Sprecher.

Der Landtag hatte der Einführung der Gesundheitskarte am 1.April zugestimmt. Doch bei einigen Kreisen gibt es Zweifel, ob das Land wie zugesagt alle Gesundheitskosten übernimmt. Denn die Abrechnung der ärztlichen Leistungen gegenüber dem Ministerium müssen weiter die Kreise übernehmen, können dafür aber Abschlagszahlungen beantragen.

"Das bisherige System hat sich gut etabliert." Mit diesen Worten begründete der Sprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, Thomas Behrendt, am Freitag die Ablehnung. Man wolle erst die Erfahrungen der anderen Landkreise abwarten. "Dann kann man zu gegebener Zeit erneut darüber diskutieren."

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