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Verfassungsschutz war von Anschlag auf jüdischen Friedhof überrascht

Das Bundesamt für Verfassungsschutz, fotografiert in Köln (Nordrhein-Westfalen).
Das Bundesamt für Verfassungsschutz, fotografiert in Köln (Nordrhein-Westfalen). © Foto: dpa
07.09.2017, 11:04 Uhr
Potsdam (dpa) Der Anschlag auf den jüdischen Friedhof in Potsdam im Jahr 2001 stellte den Verfassungsschutz damals nach Aussagen eines früheren Mitarbeiters vor große Rätsel. "Wir sind völlig überrascht worden von diesem Anschlag", sagte der 69 Jahre alte Zeuge, der eine zeitlang auch Referatsleiter im Verfassungsschutz war, am Donnerstag im NSU-Untersuchungsausschuss des Potsdamer Landtags. "Wir waren sehr erstaunt darüber, was da ablief." An viele Einzelheiten konnte sich der Zeuge allerdings nicht erinnern.

Zu dem Brandanschlag und weiteren Taten hatte sich damals eine "Nationale Bewegung" bekannt, die wenig später spurlos verschwand. Der Ausschuss geht dem Verdacht nach, dass der Verfassungsschutz selbst in die Anschläge verstrickt gewesen sein könnte. So hatte Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg als Zeuge erklärt: "Die Sache weist Merkwürdigkeiten auf."

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