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Gratulation aller Fraktionsvorsitzenden des Kreistages zur Amtseinführung von Karina Dörk

Vereidigt
Erster Auftritt der neuen Landrätin

Amtseinführung der neuen Landrätin: Kreistagsvorsitzender Wolfgang Seyfried nimmt Karina Dörk den Amtseid ab.
Amtseinführung der neuen Landrätin: Kreistagsvorsitzender Wolfgang Seyfried nimmt Karina Dörk den Amtseid ab. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 01.06.2018, 20:00 Uhr - Aktualisiert 01.06.2018, 20:07
Prenzlau (MOZ) Prenzlau. Ihren Amtseid hat die neue Landrätin Karina Dörk als erste Amtshandlung abgelegt. Damit ist die Uckermark künftig unter CDU-Führung. Mit einem wahren Blumenmeer gratulierten Fraktionschefs und Parteifreunde. Sie ist die erste Landrätin in der Geschichte des Kreises.

Die Herren standen Schlange, um zu gratulieren. Zuerst verbeugte sich Kreistagsvorsitzender Wolfgang Seyfried ganz nach alter Schule, nachdem er der neuen Uckermark-Landrätin den Amtseid abgenommen, ihr viel Erfolg gewünscht und einen Blumenstrauß überreicht hatte. Sichtlich gerührt nahm Karina Dörk dann die Gratulationen der Fraktionschefs des Kreistages entgegen. Sie wollten pünktlich am 1. Juni um 9 Uhr dabei sein, als ein Stück Regional-Geschichte geschrieben wurde: Eine Frau an der politischen Spitze der Uckermark hat es seit Bestehen der Kreisstrukturen noch nie gegeben. Immer waren es Männer, die das Wort und die Feder führten. „So wahr mir Gott helfe“, fügte Karina Dörk ihrem Amtseid hinzu und betonte damit das „c“ ihrer Parteimitgliedschaft.

Wolfgang Banditt, Vorsitzender der CDU-Fraktion, hatte gar Tränen der Rührung in den Augen. „Heute empfinde ich eine außerordentliche Freude wie selten. Eine erste direkt gewählte Landrätin in der Heimat der Kanzlerin macht mich sehr zufrieden.“ Banditt war ursprünglich selbst als Landratskandidat angetreten, aber von seiner Partei nicht aufgestellt worden.

Karina Dörk weiß, dass die Erwartungen an ihre Person groß sind. Sie brauche daher für ihre Arbeit jedes einzelne Mitglied des Kreistages, das sich der demokratischen Ordnung verpflichtet fühle, sagte sie in erster offiziellen Ansprache. Jede Fraktion habe ihre Wünsche. Man müsse nun offen und ehrlich ausdiskutieren, was möglich sei, und auch Dinge aus dem Wahlkampf glätten. Dörk appellierte an die gemeinsame Verantwortung des Kreistages. Die dürfe nicht im Parteiengezänk untergehen.

Mit einer Mehrheit kann sie derzeit aber nicht regieren. Denn bisher hat eine Kooperation aus SPD, Linken und FDP die meisten Sitze im Parlament. Das stört die neue Chefin offenbar nicht. „Ich glaube, dass es mehr Belebung in den Kreistag bringt, wenn man mit wechselnden Mehrheiten arbeitet.“ Dies hatte schon einer ihrer Vorgänger, Joachim Benthin (CDU), getan.

Eine wie auch immer geartete Opposition nur aus Oppositionsgründen würde den Bürgerwillen konterkarieren, reagiert Frank Bretsch, Chef der SPD-Fraktion. Nachdem seine Partei mit dem scheidenden Dietmar Schulze das Landratsmandat verloren hat, bietet er der neuen Landrätin eine „sachorientierte und an fachlichen Standards orientierte Zusammenarbeit“ an. Ein Landratsamt sei eine schwierige Aufgabe und „nicht unbedingt immer vergnügungssteuerpflichtig“.

Auch für die Linke werde sich nichts ändern, so Kreisfraktionsvorsitzender Gerhard Rohne. „Wir haben immer eine gute und konstruktive Zusammenarbeit gesucht. Und ansonsten werden wir beobachten, wie sich das entwickelt.“

Während die Blumen zurück in die Wasserkübel mussten, eilte Karina Dörk zum zweiten wichtigen Termin an diesem Tage. Hinter verschlossenen Türen verhandelte sie mit den Vertretern der Kreisfraktionen.

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