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Literarische Figurengruppe kann gegossen werden / Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark hilft acht Projekten und Vereinen

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Weihnachts-Geschenk an die Heiden

Ein Entwurf nimmt Gestalt an: Thorsten Weßels (l.) und Sparkassen-Vorstand Wolfgang Janitschke (r.) überreichen dem Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer die Spende der Bürgerstiftung Uckermark für die Figurengruppe der Heiden von Kummerow. Das Modell wartet schon seit neun Jahren auf den Auftrag.
Ein Entwurf nimmt Gestalt an: Thorsten Weßels (l.) und Sparkassen-Vorstand Wolfgang Janitschke (r.) überreichen dem Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer die Spende der Bürgerstiftung Uckermark für die Figurengruppe der Heiden von Kummerow. Das Modell wartet schon seit neun Jahren auf den Auftrag. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 23.12.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 23.12.2018, 13:30
Prenzlau (MOZ) Pünktliches Weihnachtsgeschenk: Acht Projekte unterstützt die Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark mit insgesamt 42 500 Euro. Der größte Brocken geht an die Stadt Angermünde zur Anschaffung einer Skulpturengruppe in Erinnerung an die Kummerower Heiden.

Frederik Bewer hat das seit Jahren im Rathaus stehende Modell eigens nach Prenzlau geschafft. In Miniaturformat zeigt es den Kuhhirten Krischan, den Jungen Martin Grambauer und dessen Hund Flock. Diese illustre Dreiergruppe – entliehen aus dem Roman „die Heiden von Kummerow“ des Schriftstellers Ehm Welk – soll künftig den Weg zum „Haus Uckermark“ zeigen. Das befindet sich derzeit für mehrere Millionen Euro im Umbau und beherbergt ab Ende des nächsten Jahres das städtische Museum. Und weil der in Biesenbrow geborene Autor dort Berücksichtigung findet, erscheinen Krischan und Martin samt Hund dann lebensgroß in aller Öffentlichkeit.

Doch zuvor müssen sie gegossen werden. Um das Projekt des Künstlers Werner Bruning aus Emsdetten in die Realität umzusetzen, ist viel Bronze notwendig. Für Gestaltung und Anfertigung sind 43 000 Euro einkalkuliert. Genau das passende Projekt, das in die Förderung der Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark fällt. 10 000 Euro stellt sie nun zur Verfügung, um Ehm Welks literarische Gestalten aufleben zu lassen. Frederik Bewer hofft, dass die Figurengruppe mit der Einweihung des Museums Ende 2019 fertig wird.

Acht Vereine, Projekte und Initiativen haben diesmal Geld aus den Stiftungserlösen bekommen. Gefördert werden Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Sport, Bildung, Erziehung und Wohlfahrtswesen. Große Freude in Wartin: „Wir sind froh, dass wir nun unsere Kinder beglücken können“, ruft Angela Schmidt vom Dorfverein. 1500 Euro nimmt sie für einen Spielplatz mit nach Hause.

Prenzlauer Kinder dagegen werden ins Fass gesteckt – in eine Garten-Fass-Sauna. Das ungewöhnliche Projekt der Kita Gartenzwerge Prenzlau folgt einem Berliner Vorbild. Der Angermünder FC atmet auf, weil sein größtes Projekt – die Tribüne am Sportstadion – nun fertig wird und eine Terrassenüberdachung erhält, informiert Robert Schön vom AFC. Er bekommt einen Scheck von 9000 Euro.

Bedacht hat die Bürgerstiftung ebenso den Umbau der Turmuhr von Wismar, die Reparatur der Morgenstern-Orgel in der Dorfkirche von Günterberg, die Restaurierung des Taufbeckens in Lychen und die Uckermärkische Kulturagentur. Die will ein besonderes Konzert zu 30 Jahre Mauerfall aufführen.

„Wir würden gern noch mehr unterstützen“, sagt Wolfgang Janitschke, Chef der Sparkasse Uckermark. „Aber in schlechten Zinsertragsjahren kommen wir nicht auf die erhofften Ausschüttungen.“ Rund 90 000 Euro fallen derzeit jährlich an. Das Stiftungskapital liegt bei vier Millionen Euro. Insgesamt hat die Bürgerstiftung schon 177 Projekte mit 760 600 Euro gefördert.

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