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Reservatsleiter Martin Flade will Außendarstellung des größten Brandenburger Schutzgebietes verbessern

Naturschutz
Spot an für das Biosphärenreservat

Daniela Windolff / 12.01.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 13.01.2019, 14:42
Angermünde (MOZ) Der Leiter des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin Martin Flade sieht einen der wichtigsten Schwerpunkte 2019 darin, die Wahrnehmbarkeit des Schutzgebietes zu verbessern. Die Beschilderung sei veraltet und desolat.

Wer ins Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin kommt, soll das auch sofort bemerken. Schilder und Hinweistafeln sollen Besucher an Wegen, Straßen und touristischen Einrichtungen darauf aufmerksam machen: Hier befindet man sich in einer der größten und schönsten nationalen Kulturlandschaften Deutschlands, wie die Großschutzgebiete inzwischen offiziell bezeichnet werden – im Unseco-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Damit will dessen Leiter Martin Flade, der nach turbulenten Rechtsstreitigkeiten wieder in das Amt zurückgekehrt ist, die Wahrnehmbarkeit und Außendarstellung des Schutzgebietes verbessern.

Für Flade gehört das zu den wichtigsten Aufgaben 2019. „Die Beschilderung ist absolut veraltet und lückenhaft. So fehlen an markanten Orten wie am Kloster Chorin oder am Rummelsberg bei Brodowin Hinweistafeln. Sogar an der Blumberger Mühle, dem Hauptinformationszentrum des Biosphärenreservates, ist die Beschilderung mangelhaft. Das wollen wir ändern“, erklärt Martin Flade. Ganz konkrete Jahresplanungen können zwar erst vorgestellt werden, wenn die Haushaltsmittel vom Land bewilligt sind. Doch einige Schwerpunktziele hat sich die Reservatsverwaltung bereits gesetzt.

Mit der Naturwacht wird eine komplette Erfassung und Inventarisierung der Beschilderung im Biosphärenreservat durchgeführt, um ein Konzept zu erarbeiten, wo und mit welchen Inhalten Hinweisschilder und Informationstafeln errichtet werden. Die sollen nicht nur auf das Schutzgebiet allgemein aufmerksam machen, sondern auch Übersichtskarten sowie Informationen zu örtlichen Besonderheiten, Projekten oder Flora und Fauna beinhalten, so Flade. Für die Blumberger Mühle wird eine aktualisierte Übersichtskarte über das gesamte Biosphärenreservat erarbeitet sowie für die geplante neue Moorausstellung eine Infotafel mit allen Moorstandorten. Auch in Brodowin und im Wildpark Groß Schönebeck sollen Informationspunkte zu besonderen Tehmen, zum Beispiel zu Landwirtschaft und Naturschutz beziehungsweise zur biologischen Vielfalt entwickelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt  2019 ist die Weiterentwicklung eines touristischen Konzeptes für das Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin. „Das brennt auf den Nägeln und muss endlich zu Ende gebracht werden“, betont der Reservatsleiter und kündigt eine schnellstmögliche Fortsetzung des Moderationsprozesses mit weiteren Runden Tischen an. Dabei geht es um Besucherlenkung sowie um die Planung von Wanderwegen und Infrastruktur. Die Naturwacht soll eng einbezogen werden.

Im Frühjahr  soll das EU-Life-Projekt Schreiadler mit der Renaturierung des Sernitzmoores abgeschlossen werden. Die Eröffnung des Moorlehrpfades voraussichtlich im April wird das Projekt dann auch touristisch erlebbar machen. 2019 soll es außerdem im Rahmen des Projektes Regionale Baukultur wieder einen Bauherrenwettbewerb geben.

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