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Sozialdemokraten der Uckermark haben Kandidaten für Kreistag und ihr Wahlprogramm festgelegt

Superwahljahr 2019
SPD will mehr Bürgerbeteiligung

Eva-Martina Weyer / 04.02.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 04.02.2019, 10:11
Prenzlau (MOZ) Die Uckermark-SPD rückt die Themen Sicherheit und Bürgernähe in den Mittelpunkt des Wahlkampfes. Für die Kreistagswahl am 26. Mai haben die Sozialdemokraten am Sonnabend ihre Kandidaten aufgestellt. Sie wollen die stärkste Fraktion bleiben.

Die nächste Kreistagssitzung am 27. März ist zugleich die letzte in der jetzigen Zusammensetzung. Die SPD/BVB-Fraktion hat 15 Sitze, dicht gefolgt von der CDU mit 14 Sitzen. Wie Uckermark-SPD-Vorsitzender Stefan Zierke sagt, wollen die Sozialdemokraten auch nach dem Wahltag am 26. Mai stärkste Fraktion im Kreistag sein.

Mit ihrem am Sonnabend beschlossenen Wahlprogramm wollen sie den Nerv der Wähler treffen. Das Programm benennt nicht nur eine Stärkung von Wirtschaft und Infrastruktur sowie die Bildung von Kindern und Jugendlichen als  Kernthemen. „Wir wollen wieder eine stärkere Polizeipräsenz haben. Sicherheit muss für den Bürger wieder sicht- und fühlbar sein“, argumentiert SPD-Kreisvorsitzender Stefan Zierke. Außerdem ist uns der Bürgerwille wichtig. Wir wollen die Einwohner viel mehr mitreden lassen und einen Beauftragten für Bürgerbeteiligung in der Kreisverwaltung etablieren.“

Bei der Kreistagswahl entscheiden die Köpfe, also die Kandidaten, die eine Partei ins Rennen schickt. Zierke freut sich: „Wir haben eine super Mischung von Altersgruppen und Berufen.“ Während die Schwedter Spitzenkandidatin Susan Jahr mit 44 Jahren schon Kreistagserfahrung hat und auch Stadtverordnete ist, ist der jüngste Kandidat für den Bereich Schwedt der 18-jährige Dave Bogs. Er absolviert eine Ausbildung zum Sozialassistenten. Auch Paul-Ivo Drenske aus Schwedt gehört mit 22 Jahren zu den jüngsten Kandidaten. Er ist Kfz-Mechatroniker.

Susan Jahr ist Krankenschwester im Schwedter Asklepios Klinikum und war vom Nachtdienst zur Kandidatenkür nach Prenzlau gefahren. „Ich will die Probleme, die für die Schwedter anstehen, auf die Tagesordnung im  Kreistag setzen, zum Beispiel die Kfz-Meldestelle. Mir ist wichtig, Fachkräfte in Schwedt zu halten oder sie zurückzuholen. Das geht nur über gute Arbeit, bezahlbaren Wohnraum, gute Kitas und Schulen.“

Der Lehrer Frank Bretsch aus Angermünde kandidiert zum sechsten Mal für den Kreistag der Uckermark. Warum? „Als Kreistagsabgeordneter hat man das große Glück, dass man die Auswirkungen seiner Beschlüsse sehr direkt miterleben kann“, begründet er. „Nach einer Wahl hat man ein Mandat von Mitmenschen. Schön, wenn man für sie etwas bewirken kann.“

Ihm sei es wichtig, sozialdemokratische Positionen in der Uckermark durchzusetzen. Das beginne bei guten Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche. „Wir haben gezeigt, dass wir Infrastrukturprojekte sehr wichtig nehmen. Casekow und Milmersdorf haben neue Ortsdurchfahrten. Wir haben den Rettungshubschrauber nach Angermünde geholt und die Rettungswachen in Angermünde und Boitzenburg neu gebaut“, lobt er die Arbeit der eigenen Partei. Ihr Wahlkampf hat längst begonnen. SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke kommt am12. Februar zu einem Wahlforum nach Schwedt. Stefan Zierke hat für den 5. Februar zu einem Bürgerdialog nach Prenzlau eingeladen, bei dem es um das Thema Organspende geht. Am 7. Februar stellt er sich Einwohnerfragen im Mehrgenerationenhaus von Schwedt.

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