Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Spitzenreiter kommt ins Straucheln

Signal zur Aufholjagd: Danny Blume gelang acht Minuten nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit der 1:2-Anschlusstreffer für die Gäste aus Gramzow. Aber insgesamt fehlte dem Gast in Templin diesmal oftmals der direkte Zug zum Tor.
Signal zur Aufholjagd: Danny Blume gelang acht Minuten nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit der 1:2-Anschlusstreffer für die Gäste aus Gramzow. Aber insgesamt fehlte dem Gast in Templin diesmal oftmals der direkte Zug zum Tor. © Foto: Burkhard Bock
Burkhard Bock / 16.04.2019, 09:25 Uhr
Templin Die Konstellation vor der Spitzenpartie in der Fußball-Landesklasse Nord war klar: Weder Gastgeber Victoria Templin (3.) noch Tabellenführer VfB Gramzow wollten verlieren. Nach Niederlagen in Glienicke und Gartz durften sich vor allem die Kurstädter keine weitere Schlappe erlauben, wollten sie oben dabeibleiben. Das gelang.

195 Zuschauer kamen ins Stadion der Freundschaft und erlebten ein munteres Match. Die Gäste suchten sofort die Offensive und zeigten die Richtung an. Victoria brauchte einige Minuten, um sich zu finden und zu stabilisieren. In der Folge wurde die Partie auf Augenhöhe geführt. Kein Schwachpunkt war zu erkennen. Alle Akteure zeigten gute Laufbereitschaft, es wurde um jeden Ball gekämpft. Die Abwehrreihen bekamen viel Arbeit.

Bei den Gastgebern führte Alexander Grosch, der immer wieder seine Mitspieler in Szene setzte, umsichtig Regie. Ein sehenswerter Angriff sorgte für die 1:0-Führung: Ein langer Ball aus der Templiner Hälfte kam zu Oswaldo Proenca, der sich auf der linken Außenbahn durchsetzte. Seinen Flankenball konnte Robert Sikorski mit dem Kopf verwandeln (21.). Durch diesen Treffer fanden die Kurstädter mehr Sicherheit und suchten immer wieder die Offensive. Da die Gramzower auch immer wieder ihre Angreifer bedienten, wurde es eine abwechslungsreiche Partie.

Völker trifft vorentscheidend

Nach einem Eckball von Ale­xander Grosch gelang Joan Völker per Kopf das 2:0 (36.). Nun waren die Gäste, die gern ihren 5-Punkte-Vorsprung vor Fortuna Glienicke verteidigt hätten, kurzzeitig geschockt. Trainer Maik Zürner war über das Abwehrverhalten seiner Spieler keineswegs erfreut und hatte in der Pause wohl genügend Redebedarf.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gramzower den Druck, um die drohende Niederlage zu verhindern. Pascal Lange blieb mit seinem Lattenknaller noch im Pech. Der Ball kam aber zurück in die Gramzower Reihen. Danny Blume spielte seinen Gegenspieler aus und hämmerte die Kugel von der Strafraumgrenze zum 2:1-Anschlusstreffer ins Netz (53.). Nun bekamen die VfB-Spieler natürlich Aufwind und berannten die Templiner Abwehrreihe förmlich. Die aber blieb gefestigt und ließ keine Lücken zu. Beide Torhüter mussten zwar immer auf der Hut sein, brauchten aber in dieser Phase nicht ernsthaft einzugreifen. Die Abwehrreihen sorgten für Entlastung.

Die Templiner bekamen dann einen Freistoß zugesprochen – Grosch legte sich das Leder auf halbrechter Position zurecht. Sein straffer Schuss wurde noch von Völker mit dem Kopf berührt, sodass Mateusz Silewicz im Tor der Gäste machtlos war. Dieses 3:1 (72.) war eine Vorentscheidung für die Kurstädter.

Zwar mühte sich der Gast weiter, ihm fehlte aber der direkte Zug zum Tor. Somit endete die faire Partie mit einem Heimsieg der Templiner, die diesen am Sonnabend gern wiederholen wollen. Dann heißt es erneut SC Victoria gegen VfB, wenn beide Vertretungen um den Einzug ins Kreispokal-Finale spielen.

Zufrieden waren die Fans der Templiner und auch Coach Ale­xander Trapp verbarg seine Freude nicht. Seine Elf war bestens motiviert und  bezwang – vor allem angesichts des kürzlichen 0:8 in Glienicke – den Spitzenreiter doch ziemlich überraschend. Dadurch bleibt auch die Victoria noch im Medaillenrennen.

35:0 Tore in den acht Spielen der Rückrunde

Unfassbar ist die Bilanz des Tabellenzweiten BSC Fortuna Glienicke (Kreis Oberhavel) nach der Winterpause: Zwischen Ende Februar und dem zurückliegenden Sonnabend hat die Mannschaft ihre acht Partien nicht nur schlechthin durchweg gewonnen, sondern bei 35 eigenen Toren nicht einen einzigen Gegentreffer kassiert. Damit ist das Team von Sascha Flemming nun bis auf zwei Punkte an Tabellenführer VfB Gramzow dran, den man am 5. Mai empfängt.⇥jm

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG