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VR-Bank Uckermark-Randow informiert ihre Mitglieder über alternative Renditemöglichkeiten in Zeiten des Winzigzinses.

Immobilienpreise
Geldanlagen in Beton-Gold

Es war wahnsinnig heiß: Zur Generalversammlung der VR-Bank Uckermark-Randow in der Uckerseehalle in Prenzlau war der Anzugzwang aufgrund der Temperaturen gelockert worden. Es kamen hunderte Menschen, um sich die Jahresbilanz anzuhören. Im Anschluss spendierte der Vorstand für alle ein Drei-Gänge-Menü.
Es war wahnsinnig heiß: Zur Generalversammlung der VR-Bank Uckermark-Randow in der Uckerseehalle in Prenzlau war der Anzugzwang aufgrund der Temperaturen gelockert worden. Es kamen hunderte Menschen, um sich die Jahresbilanz anzuhören. Im Anschluss spendierte der Vorstand für alle ein Drei-Gänge-Menü. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 21.06.2019, 06:30 Uhr
Prenzlau (MOZ) Lohnt sich sparen heute noch? Diese Frage bereitet Banken durch die anhaltende Niedrigzinsphase großes Kopfzerbrechen. Auf der Generalversammlung der VR-Bank Uckermark-Randow in der Uckerseehalle von Prenzlau hat der Vorstand eine überraschende Rechnung aufgemacht: Wer noch vor ein paar Jahren 10 000 Euro auf dem Sparbuch anlegte, konnte davon ausgehen, dass sich sein Kapital innerhalb von zwölf Jahren verdoppelte. Beim heutigen Zinssatz von 0,01 Prozent muss ein Sparer nicht weniger als 6930 Jahre warten, um den gleichen Effekt zu erzielen. Bis dahin sind die 20 000 Euro aber nichts mehr wert.

Steigende Grundstückspreise

Mit genau diesen Problemen kämpft die VR-Bank Uckermark-Randow wie alle anderen Kreditinstitute auch. Doch die Deutschen bleiben Weltmeister im Sparen. Und so wachsen die Einlagen. Aber inzwischen haben nicht nur Berliner, die aufs Land wollen, die Immobilie als Anlageform wiederentdeckt. "Betongold" nennt es Steffen Trost vom Vorstand. Wer hier investiert, hat bei steigenden Mieten und Grundstückspreisen dauerhaft Rendite. Genau das aber passierte 25 Jahre eben nicht in der Uckermark. Erst jetzt ziehen die Preise durch die heftige Nachfrage deutlich an. Und manche Forderung der Verkäufer birgt schon wieder Risiken. "Deshalb prüfen wir bei jedem einzelnen Objekt, ob die Finanzierung wirtschaftlich vertretbar ist und ob sie im Einklang mit unserer Risikostrategie steht", so Vorstandschef Martin Polle.

Für überschaubar hält die Bank dagegen ihre eingegangenen Risiken bei Betrieben und Privatpersonen in der Land- und Forstwirtschaft. "Wir haben besondere Regelungen für das Kreditgeschäft in dieser Branche getroffen", so Martin Pollen. Zwar beobachte man aufmerksam die witterungsbedingten Probleme, werde aber die betroffenen Landwirte nicht allein lassen. Gespräche mit den Bauernverbänden würden regelmäßig stattfinden.

Für dieses Jahr erwartet die VR-Bank einen leicht rückläufigen Jahresüberschuss. 2018 lag er noch bei 515 000 Euro. Knapp 200 000 Euro davon sollen ab Montag als dreiprozentige Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Die Generalversammlung gab ihr einstimmiges Votum.

Die nach dreijähriger Amtszeit regulär ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Norbert Dittmann und Jens Horlitz wurden wiedergewählt.

Aufgrund der tropischen Temperaturen in der Uckerseehalle hatte der Vorstand den Anzugzwang aufgehoben. Der Saal erstrahlte in weißen Hemden und Blusen. An einem Stand glänzten Goldbarren – und zwar nicht aus Beton: Auch diese Anlageform ist wieder im Kommen.

Uckermärker holt Preis bei "jugend creativ"

Hannes Hegeholz aus Gartz hat beim bundesweiten Wettbewerb der Bankengruppe einen vorderen Platz geholt. Der 15-Jährige siegte zunächst auf Regional- und auf Landesebene. In der Altersgruppe der 7. bis 9. Klassen gewann er mit seinem Kunstwerk den vierten Platz. Der Preis dafür: Eine Woche Bundespreisträgerakademie in der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg.⇥os

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