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Für das traditionelle Boitzenburger Treffen gibt es plötzlich zwei Anmelder und Orte.

Durcheinander
Verwirrung in der Oldtimerszene der Uckermark

Seltene Wagen: Zum Oldtimertreffen in Boitzenburg (hier 2017) rollen Veteranen der Verkehrsgeschichte.
Seltene Wagen: Zum Oldtimertreffen in Boitzenburg (hier 2017) rollen Veteranen der Verkehrsgeschichte. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 11.09.2019, 21:00 Uhr
Boitzenburg (MOZ) Immer Anfang Oktober rollen historische Traktoren, Maschinen und Fahrzeuge aus der gesamten Uckermark in Sternfahrt zur Klostermühle nach Boitzenburg. Es ist eine der ältesten und populärsten Veranstaltungen dieser Art im Landkreis. Nun soll das 21. Treffen stattfinden. Doch es gibt offenbar zwei parallele Veranstaltungen am gleichen Tag zur gleichen Zeit – einmal in Boitzenburg, einmal in Fürstenau. Dazwischen liegen 15 Minuten Fahrzeit. Beide Organisatoren werben gleichermaßen um Aussteller und Gäste.

Schuld waren Parkplatznöte

"Wir wollen das Treffen wieder nach Boitzenburg an den angestammten Platz holen", sagt Torsten Deutschmann vom Heimatbund. "Viele Oldtimerfreunde lieben die Kulisse der Klosterruine, das Flair der Mühle und der gesamten Veranstaltung." Doch im vergangenen Jahr mussten die Technikfans nach Fürstenau zum dortigen Fahrzeug- und Technikmuseum von Gerhard Eberwein ausweichen. Wegen Parkplatzproblemen in Boitzenburg. Eberwein war selbst erstaunt, wie die Oldtimerliebhaber zur Stange hielten. Deshalb lässt die Interessengemeinschaft historische Technik nun die zweite Auflage des Treffens in Fürstenau am 5. Oktober starten, mit Ausstellung, Trödel- und Teilemarkt, Holzschneiden an historischer Kreissäge und Ausfahrten mit Schützenpanzer.

Geht der traditionelle Standort damit leer aus? "Nein", sagt Torsten Deutschmann. "Wir haben das Parkplatzproblem geklärt, fahren nicht mehr auf die Öko-Wiese und hoffen, dass unsere Oldtimerfreunde wieder nach Boitzenburg kommen. Das Dorf steht hinter uns." Start ist am 5. Oktober. Also zwei Treffen ganz in der Nähe.

Doch Deutschmann fühlt sich zu wenig von der Gemeinde Boitzenburger Land unterstützt. Die Genehmigung ist noch nicht erteilt. Stattdessen gebe es viele neue Auflagen, die früher überhaupt nicht im Gespräch waren, zum Beispiel Schilder für Rettungs- und Fluchtwege. "Das hat es bei einer Veranstaltung unter freiem Himmel noch nicht gegeben", so Torsten Deutschmann. "Wir werden trotzdem Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Tradition hier fortzuführen." So glücklich ist Gerhard Eberwein darüber nicht. "Wenn auf beiden Veranstaltungen zu wenig Besucher kommen, dann bleiben die Aussteller künftig weg. Da habe ich schon ein wenig Angst. Und ein Doppeltreffen ist auf keinen Fall gut."

Nun dürfen Oldtimerfreunde und Besucher gespannt sein, was am 5. Oktober stattfindet.

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