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Vereinsleben
Nach 96 Jahren neuen Glanz verdient

Ist froh, dass es los geht: Templins Bürgermeister Detlef Tabbert freut sich, dass die Komplettsanierung des Stadiongebäudes endlich in Angriff genommen werden kann.
Ist froh, dass es los geht: Templins Bürgermeister Detlef Tabbert freut sich, dass die Komplettsanierung des Stadiongebäudes endlich in Angriff genommen werden kann. © Foto: Uwe Werner
Uwe Werner / 19.10.2019, 02:15 Uhr
Templin Im Jahr 2003 konnten die Templiner mit einem großen Stadionfest das Jubiläum eines wahren Kleinodes in ihrer Stadt feiern: Denn das "Stadion der Freundschaft" wurde 80 Jahre alt. In der schmucken Arena ist im Laufe der Jahre schon so mancher hochkarätige Sportwettkampf über die Bühne gegangen. Besonders zu DDR-Zeiten waren in der Prenzlauer Allee etliche Stars und Sternchen in Aktion zu erleben. Und für den Schul- und Vereinssport in Templin ist das Stadion auch heute von unschätzbarem Wert.

Allerdings haben die inzwischen 96 Jahre seit der Eröffnung auch ihre (Nutzungs-) Spuren hinterlassen. Sanierungsbedarf wohin man schaut. "Deshalb haben die Stadt und einige Sportvereine in den letzten Jahren ein großes Sanierungs- und Modernisierungsprogramm aufgelegt, welches nun Stück für Stück umgesetzt werden soll. Da das Geld im ‚Stadtsäckel‘ aber auch bei uns im Thermalsoleheilbad nicht unerschöpflich ist, müssen die Eigenmittel für die nötigen Bauarbeiten durch verschiedenste Fördermittel ergänzt werden", berichtete Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke).

Hilfe von vielen Unterstützern

Eine große Hilfe sei dabei das Bund-Länder-Programm "Kleinere Städte – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" (kurz KLS). Ziel des Programms ist die Unterstützung von Gemeinde- netzwerken bei der Sicherung und Stärkung eines angemessenen Niveaus der öffentlichen Daseinsvorsorge und Infrastruktur in ländlich geprägten Bereichen über gemeinsame Einrichtungen und eine zunehmende Aufgabenteilung zwischen Netzwerkmitgliedern. Das Mittelzentrum Templin nutzt nach Aussage des Templiner Bürgermeisters die Fördermöglichkeiten – je ein Drittel der Gesamtkosten steuern Bund und Land für Projekte bei – nun schon seit Oktober 2012 erfolgreich über den Kooperationsverbund Uckermärker Seenlandschaft – gemeinsam mit der Stadt Lychen, der Gemeinde Boitzenburger Land und dem Amt Gerswalde.

Zu den inzwischen erfolgreich abgeschlossenen Projekten gehören laut Tabbert die Sanierung und der barrierefreie Umbau der Kita und des Hortes in Boitzenburg, die Sanierung der Grundschule in Gerswalde, der Ausbau des Ärztehauses in Gerswalde oder die umfangreiche Sanierung und Modernisierung des Multikulturellen Centrums in Templin. In Lychen weicht derzeit mit dem Umbau des einstigen Hotels und Restaurants "Ratseck" ein innerstädtischer Schandfleck.

"Wir haben jetzt mit der Komplettsanierung des Stadiongebäudes begonnen. In die Planungen haben wir mit dem SC Victoria Templin ganz bewusst auch einen der Hauptnutzer einbezogen", informierte Detlef Tabbert.

Die Arbeiten für den erweiterten Rohbau hat die Grafe Bau GmbH Templin übernommen. Die weiteren Bauleistungen für Heizung, Sanitär und Klima, Elektroarbeiten und den Trockenbau befinden sich in der Ausschreibung. "Wir rechnen mit Gesamtkosten von 650 000 Euro. Fördermittel von Bund und Land über das KLS-Programm machen einen Anteil von rund 520 000 Euro aus. Wenn alles klappt, soll das Gebäude, pünktlich vor der 750-Jahrfeier Templins, im Mai 2020 fertig sein", war vom Templiner Bürgermeister zu erfahren.

"In den nächsten Jahren soll dann das Stadion weiter auf Vordermann gebracht werden. Geplant sind beispielsweise der Neubau der Zuschauertribünen und auch des Sprecherturms, außerdem die Errichtung moderner Flutlichtanlagen sowie die Erneuerung des Rasens auf den Nebenplätzen", sagte Detlef Tabbert abschließend.

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