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Ab Januar startet EU-weit ein Testbetrieb zur Verbrauchsmessung beiallen neu entwickelten Fahrzeugen.

Abgasdebatte
Uckermärker kaufen SUV

SUV oder Kleinwagen: Abgaswerte können überall hoch sein.
SUV oder Kleinwagen: Abgaswerte können überall hoch sein. © Foto: Julian Stratenschulte
MOZ / 02.01.2020, 06:30 Uhr
Prenzlau (MOZ) Die Diskussion über den Sinn und Unsinn von Sport Utility Vehicles (SUV) ist deutschlandweit in vollem Gange. Es geht um Platz, Sicherheit und Kraftstoffverbrauch. Dennoch laufen sie den Kombis derzeit gerade den Rang in der Beliebtheit bei den Kaufenden ab. Bei dem, was unter der Haube brummt, ändert sich dabei wenig, wenn‘s um Verbrenner und deren Hubraum geht.

Im Kreis Uckermark zeigt der Blick auf den Motor unter der Haube des oder der häuslichen oder betrieblichen Pkw: Die Dicken sind in der Minderheit; die Kleinen aber auch nicht der Renner. 10,6 Prozent der Pkw im Kreis Uckermark haben nach der jüngsten Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes einen Motor mit mehr als zwei Litern Hubraum. 38,1 Prozent sind mit Motoren unter 1,4 Litern unterwegs. Der Rest liegt in der Klasse zwischen 1400 und 1999 Kubikzentimetern.

Groß gegen klein

Groß gegen klein auszuspielen ist derzeit zwar beliebt, hat aber Tücken – den Unterschied zwischen Bestand und Neuzulassungen. Der Bestand umfasst alle Autos vom Oldtimer bis zur Neuzulassung und spiegelt recht genau wider, was tatsächlich gefahren wird (und was sich die Menschen so leisten können, egal, ob Single, Familie oder in anderer Lebenssituation). Ist der Bestand der Maßstab, ist es so: Im Kreis Uckermark nahm die Zahl der Autos mit Motoren unter 1,4-Litern von 2018 auf 2019 um 542 zu. Macht 25 893 Pkw oder 38,05 Prozent. In den anderen Motorklassen sank die Zahl der Fahrzeuge in der Klasse 1400 bis 1699 Kubik um 358. Damit liegt deren Zahl bei 34 844 Pkw, der Anteil bei 51,21 Prozent. Bei den Autos mit mehr als zwei Litern gab es im Kreis Uckermark einen Anstieg um 101 Fahrzeuge. Bestand: 7242 Fahrzeuge (10,64 Prozent).

Wobei aber kleine Motoren nicht automatisch schwach auf der Brust sind. Miniraketen haben fast alle Hersteller im Programm. Und es ist auch nicht so, dass ein kleiner Motor automatisch der umweltfreundlichere ist. Und wer sich technisch auskennt, weiß: Gasfuß und Verkehrslage spielen beim Verbrauch die entscheidende Rolle. Verbrauch hängt immer von der Drehzahl ab, Bleifuß und hohe Drehzahlen oder viel Kurzstreckenverkehr plus Stop-and-Go im Stau treiben den Verbrauch hoch.

Wer sein Bestandsauto gegen ein neues wechselt, hat künftig einen zusätzlichen Mitfahrenden: die EU. Sie überwacht ab Neujahr den Spritverbrauch in neuentwickelten Autos. Der Testbetrieb startet heute. Funktioniert kurz zusammengefasst so: 2020 wird der reale Verbrauch jedes neu entwickelten Fahrzeugs, das verkauft wird, onboard aufgezeichnet.

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