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Ermittlungen
Totes Baby in Schwedt war ein Mädchen

Einsatz am Fundort einer Babyleiche bei Hohenfelde. Die Polizei gibt nur wenige Einzelheiten zum Tötungsverbrechen heraus.
Einsatz am Fundort einer Babyleiche bei Hohenfelde. Die Polizei gibt nur wenige Einzelheiten zum Tötungsverbrechen heraus. © Foto: Stefan Csévi
Oliver Schwers / 25.03.2020, 21:35 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 15:40
Schwedt (MOZ) Bei der am Sonntag gefundenen Babyleiche am Kanal bei Schwedt handelt es sich um ein Mädchen und ist keines natürlichen Todes gestorben. Das hat die Polizei bekannt gegeben. Inzwischen ist die Obduktion erfolgt.

Weitere Untersuchungen stehen noch aus.

Bisher ist noch unklar, ob es sich möglicherweise um die gleiche, immer noch gesuchte Mutter handelt, die vor knapp sechs Jahren ein getötetes Baby nur ein paar Kilometer weiter in Friedrichsthal in einer Tüte abgelegt hat. Das muss ein DNA-Test ergeben. Ergebnisse dazu lagen am Donnerstag noch nicht vor. Die Ermittlungen hatten trotz Öffentlichkeitsfahndung zu keinen Ergebnissen geführt.

Sollten neue Erkenntnisse ergeben, dass der aktuelle und der ältere Fall in Verbindung gebracht werden können, sollen die Ermittlungen nach Polizeiangaben auch zur Babyleiche aus dem Jahr 2014 wieder aufgenommen werden. Weitere Einzelheiten zu den Tatumständen werden aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten.

Die Kripo sucht jetzt intensiv weiter nach Zeugen. Nach einem ersten Aufruf hat es bereits zwölf Hinweise aus der Bevölkerung gegeben. Allen Hinweisen werde nachgegangen, so die Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder). Mögliche Zeugen könnten Angler, Radfahrer, Jogger oder Spaziergänger sein, die in dem wenig frequentierten Gebiet Teerofenbrücke unterwegs waren. Die Polizei erhofft sich auch Hinweise von Menschen, die in ihrem Umfeld eine schwangere Frau bemerkt haben, deren Schwangerschaft beendet ist, aber offenbar kein Baby bei ihr lebt. (mit dpa)

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