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Einsatz für die Jugend
Dorfverein baut Spielplatz in Wartin

Kerstin Unger / 31.07.2020, 05:15 Uhr
Wartin (MOZ) Der Dorfverein Wartin hat die jüngsten Einwohner seines Ortes glücklich gemacht. Durch seine Initiative sowie mithilfe vieler Bürger und großzügiger Sponsoren gibt es jetzt einen Spielplatz.

Seit 2018 sammelt der Verein Spenden. 2019 war das Geld für den Kletterturm, die Schaukel und die Wippe beisammen. Im Januar dieses Jahres wurde die nächste Sammlung gestartet. "Die Windkraftfirma Luckow-Petershagen Luxcara und die Forstbetriebsgemeinschaft Wartin zeigten sich sehr großzügig und finanzierten eine Seilbahn und ein Karussell", erzählt die Vereinsvorsitzende Angela Schmidt. "Vorher gab es nichts für die Kinder. Dabei sind Spielplätze für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig. Sie fördern freies und kreatives Spielen."

16 300 Euro Spendeneinnahmen

Auch die Ortsvorsteherin Hanne-Lore Kasling ist stolz, dass das Vorhaben gelang.  "Die Spielgeräte sind ja teuer", sagt sie. Die Fläche hinter dem Vereinsraum gehört der Gemeinde. Die hat noch 5000 Euro dazugegeben. Insgesamt wurden 16 300 Euro an Spenden gesammelt. Dazu kamen viele Eigenleistungen. So reinigten Einwohner den Platz, säten Gras an und die Wartiner Landwirtschafts GmbH schaufelte Löcher für den Einbau der letzten Geräte. Die Vereinsvorsitzende und die Ortsvorsteherin bedanken sich herzlich bei allen Wartinern und den Sponsoren.

Jetzt, in den Sommerferien, tummeln sich viele Mädchen und Jungen auf dem Spielplatz, der mitten im Dorf liegt und weit genug von der Straße entfernt ist. Wartin hat stetig steigende Kinderzahlen, berichtet Hanne-Lore Kasling. "Der Wunsch nach einem Spielplatz bestand schon lange. Aber bei Fördermitteln wurden wir nie berücksichtigt."

Der Spielplatz ist schon mittlerweile ein Dorftreffpunkt geworden, denn er zieht auch junge Eltern an. So entstand die Idee zum nächsten Projekt. "Eine  überdachte Sitzgarnitur wäre schön, damit die Eltern einen Kaffee trinken können, während sie ihre Kinder im Auge behalten", meint Angela Schmidt. Mehr gäbe es derzeit für junge Leute nicht im Dorf. Seit die Gaststätte geschlossen hat fehlt ein größerer Raum. Tanz gibt es in coronafreien Zeiten nur unter freiem Himmel oder den vereinseigenen Zelten. Der Frauentag als letztes Ereignis vor Corona wurde in der Bibliothek des Schlosses gefeiert. Der Raum, den sich der vor 16 Jahren gegründete Dorfverein in einem leerstehenden Haus hergerichtet hat, ist klein, aber fein. Zehn Leute finden Platz. 26 Mitglieder hat der Verein. "Wir nehmen gerne noch mehr auf, nur dürfen nicht alle mit einem Mal kommen", lacht die Vereinsvorsitzende. Hier gibt es Strom, Heizung und Wasser – ein Luxus gegenüber den Bedingungen, die man vorher hatte. Alles musste herangeschleppt werden. Bei Seniorenweihnachtsfeiern wurden zu Hause Brötchen geschmiert.

Montagstreff läuft wieder

Die Corona-Pause hat den Dorfverein nicht in seinem Schwung gestoppt, obwohl die meisten Vorhaben geplatzt sind. Voriges Wochenende sollte Dorffest gefeiert werden. Der Flohmarkt findet nächstes Jahr statt. Noch ist das Freilichtkino Anfang September nicht abgesagt. Auch Halloween mit der Feuerwehr steht noch auf dem Plan.

"Wir werden sehen, was geht. Aber größere Veranstaltungen erfordern so viel Vorbereitung, dass es schade wäre, wenn sie umsonst wären", sagt Angela Schmidt. Wieder begonnen hat zum Glück für viele Ältere der wöchentliche Montagstreff. Auch wenn in Zeiten der Kontaktsperre niemand hilflos blieb,  freuten sich alle auf die Geselligkeit bei Rommé und Kaffee. Auch der Singkreis des VdK ist jeden Freitag wieder aktiv.

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