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Liebe zur Arznei aus der Natur

Annelene Smend bereitet ihre Stube für den nächsten Kräuterkreis vor.
Annelene Smend bereitet ihre Stube für den nächsten Kräuterkreis vor. © Foto: MOZ/Eva-Martina Weyer
Eva-Martina Weyer / 15.04.2017, 08:00 Uhr
Gartz (MOZ) Gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Das findet die Gartzer Heilpraktikerin Annelene Smend. In vielen Berufsjahren hat sie sich ein umfangreiches Wissen angeeignet. Das gibt sie weiter in der von ihr erfundenen Veranstaltungsreihe "Kräuterkreis".

Neben ihrer Arbeit als Heilpraktikerin bereitet Annelene Smend jeden Monat einen "Kräuterkreis" vor. Beinahe vergessen hat sie dabei, dass ihre Veranstaltungsreihe jetzt fünf Jahre alt wird. Seit 2012 der erste "Kräuterkreis" in ihrer Stube stattfand, hat sich eine treue Stammhörerschaft herausgebildet.

Heidi Chachai aus Kunow gehört dazu. Sie schätzt die persönliche Atmosphäre dieser Abende: "Es ist eine angenehme Runde von Interessenten und Frau Smend gestaltet ihre Vorträge immer sehr anschaulich. Man bildet sich weiter und wird angeregt, Neues auszuprobieren." Erst neulich hätten sie Kräuterbutter aus Brennnesselsamen gemacht. Wissenswertes vermitteln und den Besuchern die Möglichkeit zum Selbermachen zu geben, das sind für Annelene Smend die Rituale des "Kräuterkreises". Meist stellt sie Pflanzen und Kräuter vor, die in der Natur gerade frisch zu finden sind. Bärlauch, Franzosenkraut, Löwenzahn und Co. Als Geschenk obendrauf gibt sie jedem Teilnehmer ein Heft mit, in dem sie die Pflanze des Abends mit ihren besonderen Vorzügen vorstellt. 45 dieser Hefte hat sie selber angefertigt. "Pro Abend stelle ich nur eine Pflanze vor. Ich mache zwölf Veranstaltungen im Jahr, aber es gibt tausende Pflanzen. Bis 2019 haben ich mindestens noch Ideen", erzählt Annelene Smend.

Sie ist gelernte Krankenschwester und der Meinung: "Die Ernährung ist eine Säule der Gesundheit. Lebensmittel sind unsere Heilmittel, und Heilmittel sind unsere Lebensmittel." Sie bedauert, dass viel Kräuterwissen verschütt' gegangen ist. Im Mittelalter hätten Hebammen und Kräuterfrauen dieses Wissen gehabt. Dem nachzuspüren und Erkanntes weiterzugeben ist ihr ein Bedürfnis. "Es ist eine große Freude zu sehen, was mir die Pflanze schenken kann und wie ich sie bewahren kann. Gundermann zum Beispiel kennt kaum jemand. Aber er wächst bei uns an der Oder und ist blutreinigend und entschlackend."

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Krauterkreis Annelene Smend Arznei Kunow Heilpraktikerin

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