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Katholische Pfadfinderinnen aus Berlin zelten in Altkünkendorf

Religiöses Rudel

Die Burganlage in Swobnica blickt auf eine 600-jährige abenteuerreiche Geschichte zurück, welche sich bis in die erste Hälfte des 13. Jh. zurückverfolgen lässt. Eine urkundliche Erwähnung des Gebietes um Swobnica findet sich in einem Dokument des Fürsten
Die Burganlage in Swobnica blickt auf eine 600-jährige abenteuerreiche Geschichte zurück, welche sich bis in die erste Hälfte des 13. Jh. zurückverfolgen lässt. Eine urkundliche Erwähnung des Gebietes um Swobnica findet sich in einem Dokument des Fürsten © Foto: MOZ/Alexander Kempf
Alexander Kempf / 02.07.2012, 21:00 Uhr
Altkünkendorf (MOZ) "Wolf, Wolf, Wolf", ruft Donata Lipowski lautstark über den Zeltplatz in Altkünkendorf und ein halbes Dutzend Mädchen flitzt zu ihr. Fürchten sie sich vor einen Wolf? Nein. Die Mädchen sind selber Wölfe, genauer "Wölflinge". So nennen sich die jungen Pfadfinderinnen. Donata Lipowski hört auf den Namen "Akela". Sie ist die Leitwölfin. Der Name ist dem Dschungelbuch entlehnt, erklärt sie.

Die Mädchen und ihre Betreuerinnen sprechen nicht nur eine eigene Sprache, sie legen auch großen Wert auf eine einheitliche Kleidung. Das Barett und der Rock sind dunkelblau, das Hemd hellblau. Die Farben des Halstuches verraten zu welchem "Stamm" die Mädchen gehören. Und an ihren Abzeichen und Ansteckern kann jeder ablesen, welche Sporen sie sich bereits verdient haben.

In Sportvereinen gibt es Trikots und in der freiwilligen Feuerwehr Uniformen - warum sollen nicht auch Pfadfinder ihre eigene Kleiderordnung haben, fragt Donata Lipowski. So gebe es zwischen den Mädchen weniger Konflikte. Keine ist schicker als die andere. Mehrmals im Jahr trifft sich die "Meute" zum gemeinsamen Ausflug. In Altkünkendorf zelteten vergangene Woche Mädchen aus Berlin und Zossen zusammen. Beide "Meuten" zählen zur Katholischen Pfadfinderschaft Europas.

Während des Lagers haben die Mädchen zusammen gespielt, gelacht und gekocht. Sie stimmten Lieder an, erkundeten die Umgebung und beteten. Wer erfolgreich Aufgaben erledigt, der darf sich irgendwann Sterne an sein Barett heften. Das soll ein Ansporn für die Kinder sein, ihre Geschicklichkeit und ihr Allgemeinwissen zu verbessern, erklärt Donata Lipowski. Sie selbst hat vor Jahren eine eigene "Meute" für ihre Töchter eröffnet. "Das ist eine Charakterschulung. Die Kinder hängen nicht ab, sondern lernen viel fürs Leben", sagt sie. Feuer machen zum Beispiel.

Dass in ihrer "Meute" nur Mädchen sind, hat sowohl praktische als auch pädagogische Gründe, erklärt Donata Lipowski. Man spare sich so nicht nur einen Donnerbalken, sondern könne auch besser auf die Interessen der Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahre eingehen.

Warum sind die überhaupt Pfadfinderinnen geworden? "Die Hauptsache ist, dass wir den Glauben an Gott und Jesus Christus verbreiten", sagt die blonde Elena. "Leben, vor allen Dingen leben", ergänzt ihre Leitwölfin mit wachem Blick.

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