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Ehemaliger Bürgermeister von Angermünde Wolf-Hugo Just im Alter von 73 Jahren gestorben

Wolf-Hugo Just verstorben - Pionierarbeit einer neuen Verwaltung

Letzter öffentlicher Auftritt: Wolf-Hugo Just, von 1990 bis 1998 Bürgermeister in Angermünde, auf der Festveranstaltung 20 Jahre Zowa im Mai diesen Jahres Schwedt.Am Wochenende starb er im Alter von 73 Jahren.
Letzter öffentlicher Auftritt: Wolf-Hugo Just, von 1990 bis 1998 Bürgermeister in Angermünde, auf der Festveranstaltung 20 Jahre Zowa im Mai diesen Jahres Schwedt.Am Wochenende starb er im Alter von 73 Jahren. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Daniela Windolff / 15.08.2013, 21:21 Uhr - Aktualisiert 16.08.2013, 12:28
Angermünde (MOZ) Der ehemalige Angermünder Bürgermeister Wolf-Hugo Just ist tot. Der 73-Jährige starb nach langer Krankheit in seinem Wohnhaus in Gramzow. Sein Amtsnachfolger Wolfgang Krakow würdigt posthum seine Verdienste vor allem beim Aufbau einer neuen Stadtverwaltung nach der Wende.

Er war der erste frei gewählte Bürgermeister in Angermünde, er besiegelte 1990 die Partnerschaft mit der nordrhein-westfälischen Stadt Lügde, er brachte als erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen in Brandenburg die Stadtsanierung auf den Weg und er war bis kurz vor seinem Tode noch immer ein engagiertes Mitglied im Angermünder Tierparkförderverein und Tierpate.

Am Wochenende ist Wolf-Hugo Just, der seit Langem herzkrank war, in seinem Wohnhaus in Gramzow eingeschlafen. Dorthin zog der Ex-Bürgermeister und studierte Biologe nach seinem Ausscheiden aus dem Amt 1998 gemeinsam mit seiner zweiten Frau Heidi, die vor noch nicht langer Zeit einem Krebsleiden erlag.

Bürgermeister Wolfgang Krakow erreichte die Nachricht vom Tode seines Amtsvorgängers von seiner Familie. "Wir hatten all die Jahre weiterhin freundschaftliche Kontakte, haben uns gelegentlich besucht und Wolf-Hugo Just jedes Jahr persönlich zu seinem Geburtstag gratuliert", erzählt Wolfgang Krakow und meint mit wir auch seine früheren Rathaus-Kollegen und Weggefährten von Just, Baudezernent Lutz Köhler und Kämmerer Norbert Stein.

"Ich konnte Wolf-Hugo Just in den ersten Jahren nach der Wende einen Teil seines Weges begleiten und habe auch von ihm gelernt. Sein kollegialer und konsequenter Leitungsstil und seine Weitsicht bei vielen kommunalpolitischen Entscheidungen sind Eigenschaften, die ich sehr an ihm schätzte und fortsetzen wollte", sagt Wolfgang Krakow. "Wolf-Hugo Just hatte eine unwahrscheinliche Vitalität und Ausdauer, sowohl bei den damals Acht- bis Neunstunden-Sitzungen im alten Kreiskulturhaus, als auch beim Fahrradfahren, wenn er uns bei Radtouren am Herrentag ohne Gangschaltung die Hacken zeigte", erinnert er sich.

Wolfgang Krakow kam wie Wolf-Hugo Just in der Wendeumbruchzeit zur Kommunalpolitik. Der Lehrer Wolfgang Krakow wurde Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung und im Frühjahr 1990 von der ersten Angermünder Stadtverordnetenversammlung gemeinsam mit Peter Achterberg zum Stellvertreter des Bürgermeisters, von Hause aus Biologe, ernannt.

"Es war eine aufregende und bewegte Zeit nach der Wende. Wir hatten anfangs noch nicht einmal eine Brandenburger Gesetzgebung, lebten Basisdemokratie aus und lernten als fachliche Quereinsteiger von der Pike auf das bundesdeutsche Verwaltungsrecht als künftige Diplomverwaltungsfachwirte neu. Wolf-Hugo Just räumte seinen Mitarbeitern viel Eigenverantwortung ein", erinnert sich Wolfgang Krakow, der vor der Wende Lehrer war.

1998 schied Wolf-Hugo Just aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt aus. Wolfgang Krakow als Stellvertreter wurde kommissarischer Bürgermeister bis zu seiner offiziellen Wahl im Mai 2000.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Wolf-Hugo Just übrigens zur Festveranstaltung 20 Jahre Zowa im Mai, wo er als langjähriger Kommunalvertreter von den Anfängen des Zweckverbandes berichtete.

Jetzt hat sich ein arbeitsreiches Leben vollendet. Anteil am Tod von Wolf-Hugo Just nehmen nicht nur seine langjährigen Weggefährten im Rathaus, sondern auch seine Amtskollegen in den Partnerstädten Lügde und Espelkamp, denen Just freundschaftlich verbunden war.

Am 30. August findet um 13 Uhr eine Trauerfeier auf dem Angermünder Friedhof statt.

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Die Redaktion 16.08.2013 - 13:35:15

Rechtschreibung

Danke für den Hinweis, ist von uns korrigiert worden. Die Redaktion

Michael Kühl 16.08.2013 - 00:30:11

Rechtschreibung?

Mensch, MOZ ! Die Partnerstadt von Angermünde heißt nicht Lüge sondern Lügde. Die Artikel (gerade dieser) werden doch auch dort gelesen. Irgendwann wird es einfach nur peinlich. Auffällig ist, dass sich hier und auch in der Printausgabe eklatante Rechtschreibungs- und Grammatikfehler häufen.

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