Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

1000 Liter Kerosin ausgelaufen

Ein leckgeschlagener Kerosin-Tanklaster steht kurz vor dem Pinnower Kreisel. Feuerwehrleute helfen beim Absichern und Abpumpen in einen anderen Laster.
Ein leckgeschlagener Kerosin-Tanklaster steht kurz vor dem Pinnower Kreisel. Feuerwehrleute helfen beim Absichern und Abpumpen in einen anderen Laster. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Michael Dietrich / 03.02.2017, 19:33 Uhr - Aktualisiert 06.02.2017, 12:39
Pinnow/Schwedt (MOZ) Ein Tanklaster hat am 3. Februar auf der Strecke vom PCK bis zum Pinnower Kreisel Tausend Liter Kerosin verloren. Ursache soll eine defekte Leitung gewesen sein. In einem Großeinsatz wurden Straße und Ränder gereinigt. Die Bundesstraße blieb bis zum Abend gesperrt.

Ein Tanklaster hat am Freitag auf der Strecke vom PCK bis zum Pinnower Kreisel Kerosin verloren. Ursache soll ein defektes Ventil gewesen sein. In einem Großeinsatz wurden Straße und Ränder gereinigt. Die Bundesstraße blieb über Stunden gesperrt.
Bilderstrecke

Vollsperrung nach ausgelaufenem Kerosin

Bilderstrecke öffnen

Nach dem schweren Unfall von drei Lkw und einem Pkw am vergangenen Freitag musste die B 2 zwischen Pinnow und Pinnower Kreisel diesen Freitag erneut für mehrere Stunden gesperrt bleiben. Unmittelbar vor dem Kreisverkehr hatte ein Fahrer seinen Tanklaster kurz nach 4 Uhr morgens gestoppt. Aus einem Rohrstück an der Seite des Tanks verlor der Lkw Flüssigkeit.

Bemerkt hatte das ein Lkw-Fahrer, der hinter dem Tanklaster fuhr. Dieser überholte den Laster und brachte ihn zum Anhalten. Bis dahin hatte das Leck bereits eine Spur von zirka 20 Kilometer Länge auf der Fahrbahn hinterlassen, von der Straße L, der Zufahrt zur Verladung in der PCK-Raffinerie über die B 166 und die B 2 bis zum Kreisel. Bald stand fest, der Laster hatte einen Teil seiner gefährlichen Ladung verloren: zirka 1000 Liter Kerosin.

Kerosin ist Flugbenzin, als Gefahrstoff eingestuft, weil es hochentzündlich und umweltgefährlich ist. Der Fahrer des Gefahrguttransportes informierte die Feuerwehr und versuchte zunächst, das Leck notdürftig mit Klebeband abzudichten. Feuerwehrleute aus Pinnow, Landin und der Gefahrenabwehrzug aus Angermünde kamen zum Einsatz, um die Gefahrenstelle abzusichern, Schwedter Feuerwehrleute halfen beim Bestreuen der Spur. 40 Feuerwehrleute, Polizei, Straßenmeisterei und Mitarbeiter des Umweltamtes kamen zum Einsatz. Die Bundesstraße wurde gesperrt und der Kerosinfilm auf der Straße mit Bindemittel bestreut.

Zeitgleich wurde ein leerer Tanklaster geordert, um das Kerosin aus dem havarierten Laster abzupumpen. Trotzdem gelangte eine unbekannte Menge von Kerosin auf das Straßenbankett und über einen Baustellen-Regenabfluss in den Straßengraben. Die Umweltbehörde entschied, dass die Straße vom Kerosin gereinigt und der kontaminierte Boden auf einer Breite von zirka 20 Metern ausgehoben werden muss, um ein Eindringen ins Grundwasser oder eine Ableitung in Gewässer zu verhindern.

Spezialfirmen wurden beauftragt, mit Reinigungsmaschinen die Kerosinspur auszuwaschen. Am Nachmittag hoben Bagger den Boden der Böschung am frisch gebauten Kreisel aus, bis kein Kerosin mehr zu finden war.

Die Logistikfirma MF Mineralöl Werneuchen bestätigte, dass ihr Tanklastzug bei der Fahrt von der PCK-Raffinerie Richtung Berlin Flugkraftstoff verloren hatte. Das Kerosin trat aus einer Leitung im Armaturenkasten aus. Der Schaden wird von Gutachtern noch genauer untersucht.

Die PCK Raffinerie versicherte, dass es bei beiden vorgeschriebenen Kontrollen nach dem Befüllen der Tankkraftwagen keine Auffälligkeiten gegeben habe. Mitarbeiter hätten später auf der Straße L eine Ölspur festgestellt und die Feuerwehr alarmiert.

Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Die Feuerwehr geht jedoch davon aus, dass die Havarie glimpflich verlief, ohne Personen- und ohne größeren Schaden für die Umwelt. Eine Woche zuvor, als in der Nähe drei Lkw und ein Kleintransporter in einen Unfall verwickelt waren, war das nicht so. Der Fahrer eines Container-Fahrzeugs erlitt damals lebensgefährliche Verletzungen und soll noch immer im Koma liegen. Die B 2 war damals zur Bergung der Fahrzeuge ebenfalls wie an diesem Freitag für gut zehn Stunden gesperrt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG