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Rathausspitze wertet Tempo 30 aus

Saubere Luft an der Breiten Straße

Sven Klamann / 16.11.2017, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Auf der Breiten Straße, eine der Hauptverkehrsadern Eberswaldes, gilt seit zwei Jahren Tempo 30. Im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt hat Silke Leuschner, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, jetzt eine erste Bilanz gezogen. "Die Geschwindigkeitsreduzierung hat die Lärmemission und die Schadstoffbelastung deutlich verringert", teilte die Amtsleiterin mit. Dies hätte die Auswertung des an der Breiten Straße immer wieder einmal aufgestellten Dialogdisplays und der vom Landesumweltamt seit 2004 praktizierten Luftgütemessung zweifelsfrei ergeben.

Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen seien durch die Stadt Eberswalde eine Reihe weiterer Maßnahmen ergriffen worden, die Zustände an der Breiten Straße in den Griff zu bekommen. Silke Leuschner erwähnte dabei ausdrücklich, dass beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer angeordnet und markiert worden sind. Überdies hätten die Bauarbeiter die Borde angepasst.

Bei einer Geschwindigkeitsmessung im Juni 2012, also weit vor dem Inkrafttreten von Tempo 30, seinen die meisten Autofahrer mit 40 bis 49 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen. Bei jedem der danach folgenden Einsätze des Dialogdisplays, einer Messvorrichtung, die Werte speichert und in Leuchtschrift auf einer Tafel anzeigt, sei die Zahl der vernünftigen Autofahrer gestiegen. Im November 2016, dem Zeitraum der bisher zuletzt ausgewerteten Erhebung, seien schon mehr als 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit höchstens Tempo 30 gefahren, bei weiteren mehr als 20 Prozent hätten maximal 34 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho gestanden. "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, dass sich mindestens 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer an Tempo 30 halten", gab die Amtsleiterin zu Protokoll.

Ähnlich positiv sieht die Entwicklung laut Silke Leuschner bei den Luftschadstoffemissionen aus. Der Grenzwert bei Feinstaub, der 50 Mikrogramm in einem Kubikmeter Luft betrage, sei 2015 noch 20-mal, 2016 dagegen nur noch sechsmal überstiegen worden. Der Grenzwert bei Stickstoffdioxid, der bei 200 Mikrogramm in einem Kubikmeter Luft liege, sei 2015 noch 115-mal, 2016 hingegen 89-mal gerissen worden. An der Luftgüte müsse aber weiter gearbeitet werden.

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