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Anselm Ndoung aus Tantow gründet mit zwei Schulfreunden Start-up / Jung-Unternehmer setzen auf Heißgetränk aus Kakao und Guarana

Gründer
Ein Muntermacher aus der Uckermark

Präsenz zeigen: Unternehmer Anselm Ndoung hat einen kleinen Stand in Mescherin aufgebaut. Der erste Praxistest für sein Produkt.
Präsenz zeigen: Unternehmer Anselm Ndoung hat einen kleinen Stand in Mescherin aufgebaut. Der erste Praxistest für sein Produkt. © Foto: MOZ/Josefin Roggenbuck
Josefin Roggenbuck / 10.01.2018, 06:00 Uhr
Tantow (MOZ) Von Josefin Roggenbuck

Tantow (MOZ) Jung und voller innovativer Ideen ist Anselm Ndoung aus Tantow. Der 27-Jährige hat sich in der Uckermark mit zwei Freunden selbstständig gemacht. Ein Instantpulver, das aufgefüllt mit Wasser ein Kakaogetränk ergibt, soll ihm den erhofften Erfolg bringen.

Mit festem Schritt läuft Anselm Ndoung die Treppenstufen herunter. Gerade hat der 27-Jährige einen Termin beim Investor Center Uckermark hinter sich gebracht, dort einen Markenpartnervertrag unterschrieben. Künftig ist sein neugegründetes Unternehmen Teil der Regionalmarke Uckermark. Mit Gucao, einem Muntermacher aus Kakao und Guarana haben Ndoung sowie seine Freunde Alex und Martin ein Start-up in der Uckermark gegründet. Diese Unternehmen sprießen wie Pilze aus dem Boden, meistens sind sie jedoch eher in den großen Metropolregionen Deutschlands anzutreffen. Start-ups stehen für innovative Geschäftsmodelle, diesem hat sich auch der Tantower verschrieben.

"Ich wollte schon lange mit Kakao arbeiten, den Markt kennenlernen und dort einsteigen", sagt Ndoung, der kamerunische Wurzeln besitzt. In dem afrikanischen Land besitzt seine Familie Plantagen, perspektivisch will er den Rohstoff des Muntermachers dorther importieren. Zunächst verwenden sie für das Instantprodukt aber ghanaischen Kakao und koffeinhaltige natürliche Zutat Guarana. "Der Samen dieser südamerikanischen Schlingpflanze ist eine neuer Trend", erklärt der Unternehmer und hofft damit in den Kakaomarkt eintreten zu können. "Außerdem liegt auch rühren voll im Trend", erklärt er weiter. In zahlreichen Cafés habe er beobachtet, wie Menschen gern und gedankenverloren in ihren Tassen rühren. Da sei ein Produkt, welches mit heißem Wasser oder Milch aufgegossen werden muss, die für ihn richtige Wahl. "Wenn man rührt, kann man dabei nachdenken und hat diese Bewegung", sagt Ndoung und demonstriert gleichzeitig was er damit meint. Zwischen Daumen und Zeigefinger hält er den silbernen Löffel, bewegt ihn kreisförmig durch die imaginäre Tasse. So käme man zum Beispiel auch besser in einen Redefluss.

Ideen für eine Selbstständigkeit hatte der 27-jährige Tantower schon viele. Einige wurden schnell wieder auf Eis gelegt, andere überdauert eine Weile, rentierten sich aber nicht. Mit der neuen Idee vom Muntermacherkakao soll das anders werden. "Diesmal bin ich nicht alleine für alles zuständig, sondern habe in meinen beiden Kumpels gute Geschäftspartner gefunden", sagt Ndoung. Vor acht Jahren hat das Trio am Einstein-Gymnasium in Angermünde gemeinsam das Abitur abgelegt. Danach gingen sie jeder seiner Wege, doch der Kontakt zwischen ihnen riss nie ab. So kam es auch, dass sie sich für eine gemeinsame Unternehmensgründung entschieden. "Wir wissen, was wir aneinander haben", sagt er. Sich selbst beschreibt Ndoung als Visionär, der mit den vielen Ideen. Seine Partner seien mehr die Realisten und Strategen im Team, würden ihn bei zu ausschweifenden Ideen zurück auf den Boden der Machbarkeiten holen.

Den ersten Praxistest für das Produkt startete Ndoung vor Weihnachten. Eigentlich möchte der Unternehmer in die großen Supermarktketten, dort vertreten sein. Oder auch in Kantinen, Cafés und Mensen, überall dorthin wo es einen Heißwasserspender gibt. Doch bevor es soweit ist, testete er sein Produkt in der Uckermark. Unter dem schützenden Dach einer Weihnachtsmarktbude hat er seinen Stand aufgebaut. Ein riesiger Behälter mit heißem Wasser, in einem durchsichtigen Glas die einzeln abgepackten Instantkakao-Abpackungen. Jedem der es hören will und auch die

Ndoung hat sich jedoch für die Gründung in seiner Heimat entschieden.

-> Warum?

Der Unternehmensgründer hat kamerunische Wurzeln, ist aber in

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