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Aktionstag One Billion Rising am 14. Februar auf dem Angermünder Marktplatz

Protest
Die Welt tanzt in der Uckermark

Startklar: Das Angermünder Projektteam One Billion Rising trifft sich einmal in der Woche zu Vorbereitungen und Proben für den Aktionstag am 14. Februar in der Braue.
Startklar: Das Angermünder Projektteam One Billion Rising trifft sich einmal in der Woche zu Vorbereitungen und Proben für den Aktionstag am 14. Februar in der Braue. © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 01.02.2018, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Sie tanzen, um zu protestieren und sich solidarisch zu zeigen mit Millionen Menschen rund um den Globus, die gemeinsam Zeichen setzen gegen Gewalt und Sexismus gegenüber Frauen und Kindern. One Billion Rising - zu deutsch: Eine Milliarde erhebt sich - ist ein globaler Tanzstreik, die größte Massendemo der Welt, zu der jedes Jahr am 14. Februar Millionen Menschen auf die Straße gehen, um gemeinsam zu tanzen.

Was 2012 in New York begann, sich über Paris, Barcelona, Johannesburg, Rio de Janeiro und Berlin über die ganze Welt ausbreitet, ist vor zwei Jahren auch in Angermünde angekommen. Christina Gressmann, Tanzlehrerin der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule, hatte die Aktion nach Angermünde geholt, als eine der ersten Städte in Brandenburg und einzige in der Uckermark. Schon beim ersten Mal 2016 kamen über 200 Menschen zum gemeinsamen Tanzen und Gesicht zu zeigen auf dem Marktplatz zusammen. Jetzt steht ihr Team wieder Mal in den Startlöchern und ruft alle Uckermärker auf, am 14. Februar nach Angermünde zu kommen, um gemeinsam Zeichen gegen Gewalt zu setzen und zu zeigen: "Wir sind viele. Wir sind stark!"

14 Aktive, Schüler und Frauen aus Angermünde und Umgebung, gehören zur Angermünder Projektgruppe One Billion Rising. Die meisten sind von Anfang an dabei, zum Beispiel die Schülerin Theresa Gieche und ihre Mutter Marina. "Es macht jedes Jahr großen Spaß, weil wir uns auch immer wieder Neues einfallen lassen. Und das Thema bleibt aktuell", sagt Theresa. Die Gruppe hat inzwischen viele Unterstützer gefunden, die auch Geld für diese ehrenamtliche Aktion spenden. "Man kommt dabei oft miteinander ins Gespräch. So hat eine alleinerziehende Mutti Geld gespendet, von der ich weiß, dass sie jeden Euro dreimal umdrehen muss. Aber es sei ihr eine Herzensangelegenheit, diese Aktion zu unterstützen. Das hat mich sehr berührt", erzählt Christina Gressmann. Sie freue sich auch, dass 50 Prozent der Unterstützer Männer sind. "Das zeigt, dass das Thema alle etwas angeht und es bestärkt uns darin, mit diesem Tabuthema Gewalt, auch häusliche Gewalt, in die Öffentlichkeit zu treten. Wir möchten mit unserer Aktion Betroffenen Mut machen und öffentlich zeigen, dass Opfer von Gewalt niemals alleine stehen!"

Im Dezember 2017 wurde die Projektgruppe One Billion Rising mit der Angermünder Elle ausgezeichnet, ein Preis für Toleranz und gegen Gewalt. Das motiviert doppelt.

In diesem Jahr kann die Gruppe das Jugendkulturzentrum Alte Brauerei für die Vorbereitungen und Proben nutzen, die im September begannen. Als Träger der Aktion hat sich die Stadt Angermünde bereit erklärt, die auch Spendenquittungen ausstellen kann. Am 14. Februar um 17 Uhr geht es auf dem Marktplatz los mit Musik, Tanz und vielen Überraschungen.

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