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Ausbau des Schnelllade-Netzes an Hauptverkehrsachsen

E-Autos
Mehr Zapfsäulen

Zapfsäulen der Zukunft? Für die geplante Erweiterung der Elektro-Mobilität fehlt ein dichteres Netz an Ladestationen. In Gramzow soll im Mai die nächste entsteh
Zapfsäulen der Zukunft? Für die geplante Erweiterung der Elektro-Mobilität fehlt ein dichteres Netz an Ladestationen. In Gramzow soll im Mai die nächste entsteh © Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/
Oliver Schwers / 14.02.2018, 06:40 Uhr
Gramzow/Schwedt (MOZ) Das Netz an öffentlichen Ladestationen für Elektro-Autos in der Uckermark soll sich verbessern. Private Unternehmen suchen derzeit nach geeigneten Standorten, um die E-Mobilität auszuweiten. Vor allem an den großen Verkehrsachsen und Reiserouten sind in den kommenden Jahren Elektro-Zapfsäulen geplant.

Brandenburg hängt dabei hinter anderen Bundesländern hinterher. Und auch in der Uckermark steckt die Energieversorgung für die Autos der Zukunft noch in den Kinderschuhen. Lediglich in Schwedt mit drei Anlaufstellen ist die Konzentration höher. Ansonsten gibt es lediglich in Prenzlau, Nechlin und an einem Campingplatz die benötigten Schnellladestationen. Darüber informiert zum Beispiel die Seite e-Tankstellen-finder.com im Internet. Fahrer von Tesla-Fahrzeugen finden an der Tankstelle Höhengüstow eine eigene Säule. Angesichts zahlreicher Fernverkehrswege, der Autobahnverbindung sowie der Urlaubsrouten Richtung Ostsee und Polen reicht die Versorgung in der Region künftig nicht mehr aus.

Daher soll die nächste Station im Mai in Gramzow entstehen. Betreiber wird die Firma Allego, Tochter des niederländischen Alliander-Konzerns. Sie baut ihr Netz in Deutschland aus und will Hauptverkehrsachsen versorgen. Das Unternehmen beteiligt sich an einem geförderten Infra-Strukturprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau des Schnellladenetzes.

Auf der Suche nach Orten in Autobahnnähe kam jetzt Gramzow in die Betrachtung. Wesentliche Standortkriterien sind dabei vorhandene Cafés oder Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Geldautomaten oder W-LAN zur Überbrückung von Wartezeiten der Reisenden. Bürgermeister Uwe Koch und Amtsdirektor Reiner Schulz haben bei einem Vor-Ort-Termin zwei Standorte an öffentlichen Parkplätzen zur Auswahl gestellt. Das Modell funktioniert so: Die Gemeinde stellt kostenlos ein Grundstück entlang der Hauptverkehrsstraße zur Verfügung im Umfang von zwei Parkplätzen. Alles Weitere übernimmt der Betreiber. Dazu zählen Anschluss, Beschilderung sowie Wartung. Ein Vertrag soll über zehn Jahre geschlossen werden.

Die Ladestation soll E-Mobil-Reisende auf Energie-Suche gezielt in den Ort lotsen und ihnen gleichzeitig etwas für die Wartezeit bieten. Die Gemeindevertretung ist grundsätzlich dafür.

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