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Jürgen Bischof über die Kunst, einen Star-Dirigenten und einen Himmels-Chor aus dem Hut zu zaubern

Musik
„Ich hätte es selber nicht geglaubt“

Antonia Welke singt Gabriellas Song: Das Finale des Theaterstückes „Wie im Himmel“. Hinten links Jürgen Bischof.
Antonia Welke singt Gabriellas Song: Das Finale des Theaterstückes „Wie im Himmel“. Hinten links Jürgen Bischof. © Foto: Udo Krause
Dietmar Rietz / 21.03.2018, 21:08 Uhr
(MOZ) Daniel Heinz hat für seine Paraderolle als Stardirigent Daniel Daréus das Dirigieren bei Dirigent Jürgen Bischof regelrecht gepaukt. Dietmar Rietz sprach mit dem Chorleiter der Aufführung „Wie im Himmel“ darüber und über das Bühnenwunder eines Projektchores.

Herr Bischof, der Hauptdarsteller des aktuellen Stücks „Wie im Himmel“ dirigiert, so der  Eindruck vieler Zuschauer, wie ein junger Musikgott. Wie kann man so schnell dirigieren lernen?

Das hat sich wohl jeder gefragt. Ich hätte das selbst nicht für möglich gehalten. Aber Daniel Heinz ist musikalisch und hat sich sehr stark in die Proben reingekniet, wirklich ernst gemacht. Wir haben mehrere Wochen regelmäßig geprobt. Er hat Grundwissen in den Schlagtechniken erworben, kann Takte unterscheiden. Er weiß da Bescheid. Hut ab!

Wie haben Sie den wunderbar harmonierenden Projektchor für das Stück „Wie im Himmel“ aus dem Hut gezaubert?

Ein Zauber liegt dem wirklich inne, aber noch viel mehr harte Arbeit. Wir haben lange vor der Premiere ungefähr 40 Sänger gecastet. Ungefähr die Hälfte davon war für das Projekt „Wie im Himmel“ geeignet. Jetzt darf ich sagen: Der Projektchor war dieser Aufgabe gewachsen. Ich durfte die Chorsätze für die Bühne praktikabel machen und habe sie diesem Chor auf den Leib geschrieben. Die Sängerinnen und Sänger haben es vom ersten Moment an ganz wunderbar gemacht. Es ist zudem wirklich erstaunlich, ja toll, wie gut sich die  Solisten des Theaters – wie Antonia Welke zum Beispiel – auch in die Chorarbeit eingebracht haben. Sie singt Gabriellas Song, ein wunderschönes Lied, meisterhaft.

Was ist Ihnen als Chorleiter am schwersten gefallen?

Ganz ehrlich? Zuzulassen, dass dieser sehr gute Chor aus dramaturgischen Gründen „Stille Nacht“, das erste Lied, das auf der Bühne erklingt, nicht so gut singen muss.

Aus welchen Uckermark-Chören rekrutieren sich die Sängerinnen und Sänger?

Der Projektchor besteht aus Mitgliedern des Chores Gesangsstudio der Musik- und Kunstschule „J.A.P. Schulz“ Schwedt, der Gesangsklasse der Kreismusikschule Uckermark und des Uckermärkischen Konzertchores Prenzlau. In „Wie im Himmel“ singen Dieter Amsel, Christiane Bischof, Andreas Fischer, Wolfram Hoppe, Jürgen Hoth, Sophie Kautz, Hanna Kruppa, Martin E. Kruppa, Eckhard Köhn, Birgit Mascheck, Charlott Ines Müller, Jannis Scheel, Elise Scheibner, Ulrike Schmoldt, Angela Steer, Jeanette Stüwert, Nadine Tank, Gabriele Vogel, Wolfgang Weniger, Leonie Wenzel, Dorothea Witte und ich.

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