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Vokalensemble sequere vocem interpretiert Ostergeschichte in Angermünder Martinskirche

Geschichte
Zwischen Kreuzigung und Auferstehung

Geistliche Musik zu Ostern: Das Vokalensemble sequere vocem sang in der Martinskirche Angermünde Passionsmusik zum Karfreitag.
Geistliche Musik zu Ostern: Das Vokalensemble sequere vocem sang in der Martinskirche Angermünde Passionsmusik zum Karfreitag. © Foto: Oliver Voigt
Daniela Windolff / 03.04.2018, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Es ist eine Geschichte von Leiden, Tod und Auferstehung, von Trauer und Hoffnung – die Ostergeschichte. Zwischen Karfreitag und Ostersonntag wird sie in der christlichen Welt seit über 2000 Jahren erzählt. So auch in der Angermünder Martinskirche, wo das Vokalensemble sequere vocem die Geschichte zwischen Kreuztod und Auferstehung musikalisch interpretierte. Das Gesangsensemble unter der Leitung von Matthias Mehnert vereint 12 Sängerinnen und Sänger. Der Name sequere vocem stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Folge der Stimme“. Das ist auch das Credo des Ensembles, das sich vorrangig der geistlichen Vokalmusik verschrieben hat. Ein Anliegen ist es auch, mit ihren Konzerten historische Gebäude zu beleben. Das Konzert in der Martinskriche am Karfreitagabend war so gut besucht, dass die Plätze nicht ausreichten und zusätzlich Stühle aufgestellt wurden. Zum Osterfest hat sich das Vokalensemble, begleitet von Jack Day an der Orgel und Sabine Kaselow mit Oboe und Englischhorn, an ein außergewöhnliches Werk gewagt. Sie brachten die selten aufgeführte Passionskanzone „Die Grablegung Christi“ von Sigfrid Karg-Elert zu Gehör. Der Leipziger Organist komponierte das Werk 1913, das sich im Gegensatz zu den meisten anderen Werken zu Ostern dem Moment des Begräbnisses von Jesus widmet. Es ist der absolute Tiefpunkt der Passionsgeschichte, ein Moment größter Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Diese Trauer hat der Komponist ergreifend in Musik umgesetzt, die den unendlichen Schmerz spüren lässt. Sopranistin Nicole Mehnert sang herzzerreißend das Klagelied am Grabe und der vielstimmige Vokalchor erfüllte die Kirche mit Musik von höchster Intensität. Doch im Laufe des Konzertes wandelte sich die Stimmung von Traurigkeit in Freude, die mit jedem Ton mehr anschwillt und das Publikum mitreißt. Die Auferstehung, so betonte es Pfarrer Kirsten Schröter, bringt das Licht und die Gewissheit, dass nach jedem Tod neues Leben erwacht.(dw)

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