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Festakt zum 25. Geburtstag der Uckermärkischen Literaturgesellschaft im Beisein vieler Ehm Welk-Preisträger

Literatur
Meister des geschriebenen Wortes

Oliver Schwers / 04.06.2018, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Sie schreiben und schreiben. Sie geben ihren Gedanken Ausdruck. Sie halten fest, was andere kaum wahrnehmen. Und sie gehören im Zeitalter von social media zu den Bewahrern des meisterhaft gebrauchten Worts. Literaten, Autoren, Dichter und Schreiber haben sich im Franziskanerkloster von Angermünde getroffen, um den 25. Geburtstag ihrer uckermärkischen Literaturgesellschaft mit einem besonderen Festakt zu feiern. Es war keine normale Lesung, die da im Chorraum der mittelalterlichen Kirche zu hören war. Es sollte ein Rückblick sein auf ein Vierteljahrhundert. Und so lasen die Preisträger des Literaturpreises, der regelmäßig vom Landrat der Uckermark vergeben wird, aus ihren Stücken vor. Nicht alle der insgesamt 17 konnten kommen. Horst Wolf ließ seine Okarina-Erzählung vortragen. Andere setzten sich selbst ans Mikro. Und auch Mitglieder der Literaturgesellschaft trugen Stücke der Autorengruppen vor.

Pünktlich zum Jubiläum ist nun eine Anthologie mit allen Preisträgertexten erschienen. Marianne Beise hatte sich die Mühe gemacht, aus verschiedenen Archiven die Daten, Fotos und Werke zusammenzutragen und in einem Buch zu veröffentlichen. So entstand eine Sammlung unterschiedlichster Werke, ein Spiegel der gesellschaftlichen Veränderungen, mit Stimmungen und vielen leisen Tönen.

Die Idee eines Literaturpreises geht auf den früheren Angermünder Landrat Rüdiger Volkwin Schenk zurück. Dessen damaliger Pressesprecher Werner Creutziger, selbst Literaturwissenschaftler, unterstützte den Auftakt gemeinsam mit der damaligen Ehm Welk-Gedenkstätte. Und so fand 1992 ein erstes Symposium statt. 15 Autoren beteiligten sich an der ersten Ausschreibung des Literaturpreises.

Von der Gründungsversammlung existiert noch ein Protokoll, aber nicht mit allen Namen der ersten Mitglieder. Doch das Ziel, die Literatur in Brandenburg zu fördern und das Erbe des Schriftstellers Ehm Welk zu pflegen, wahren und zu verbreiten, hat sich bis heute nicht verändert. Zwar leidet die Gesellschaft derzeit aufgrund des geschlossenen Literaturmuseums unter Raumnot. Doch zeichnet sich der Museumsneubau bereits ab. Derweil ziehen die Autoren mit ihren Lesungen durchs Uckermärker Land.

Die neue Anthologie der Literaturgesellschaft ist in der Ehm Welk-Verlagsbuchhandlung Schwedt erschienen. ISBN: 978-3-943487-40-4, Preis: 22 Euro.

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