Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Junior-Science-Café im Einstein-Gymnasium hat Referenten der Branche für erneuerbare Energien zu Gast

Wissenschaft
Grüner Strom aus dem Schullabor

Daniela Windolff / 05.06.2018, 21:00 Uhr
Angermünde (MOZ) „Energie – sauber, sicher, bezahlbar“, das war das Thema des 3. Junior-Science-Cafés im Angermünder Einstein-Gymnasium. Zu der informativen Vorlesung zum Thema erneuerbare Energie hatten die Schüler externe Experten eingeladen.

Das Haus der Zukunft ist energietechnisch autark. Photovoltaik, Solarthermie und ein starker Speicher versorgen die Bewohner das gesamte Jahr über mit Strom und Warmwasser. An der eigenen Tanksäule kann das E-Auto aufgeladen werden. Diese Vision zeichnet Wolf-Rüdeger Schanz bildlich vor seinen jungen Zuhörern. Schanz ist Dozent am Institut für Solarenergieforschung der Universität Hannover.

Seine Zuhörer sind Neunt- und Zehntklässler des Angermünder Einstein-Gymnasiums. Die Schüler haben ihn und weitere Experten zum 3. Junior-Science-Café ihrer Schule eingeladen. In diesem Jahr dreht sich bei diesem Wissenschafts-Café, eine Vorlesung mit Kaffee und Kuchen, alles um erneuerbare Energien und Technologien der Zukunft, in die die Schüler hineinwachsen und selbst Verantwortung tragen werden, wie Schulleiterin Kerstin Hainich-Doepner zur Eröffnung betonte.

Das Junior-Science-Café organisierten die Schüler selbst und luden dazu außerdem Christine Michalek von der TU Berlin, Beate Corbach und Ronny Krüger von der Firma Windprojekte Teut sowie Bürgermeister Frederik Bewer als Gesprächspartner ein. In kurzen Impulsreferaten gaben die Gäste Einblicke in ihre Arbeit und Gedankenanstöße zur Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Firma Teut, die auch in Angermünde Windenergieanlagen plant, baut und betreut, hatte schon vor zwei Jahren die Kooperation mit dem Gymnasium begonnen, das sich als ausgezeichnete MINT-Schule mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt auch mit der Energiewende und Klimawandel auseinandersetzt, der nicht nur Fragen moderner Technologien, sondern auch ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berührt. Teuts Anlagen in Angermünde könnten schon jetzt 25 000 Haushalte mit Strom versorgen. Speicherung, die Effi-­zienz und der Netzausbau seien jedoch noch große Probleme der gesamten erneuerbaren Energiebranche. Die TU Berlin testete mit den Angermünder Gymnasiasten eine von Studenten entwickelte App zum Thema erneuerbare Energien, das als Unterrichtsmittel Einzug in den Schulalltag halten könnte.

Wolf-Rüdeger Schanz stellte Forschungsschwerpunkte seines Institutes vor, das innovative Lösungen zur Nutzung der Sonnenergie entwickelt. Einsteins Formeln seien die Grundlage dieser Entwicklung, schlug er die Brücke zu seinen Gastgebern. Sonnenenergie werde weltweit die wichtigste und zugleich billigste sowie umweltfreundliche Energiequelle der Zukunft, ist sich Schanz sicher. Sein Institut betreibt auch ein großes Schüler-Lehrer-Labor, das Schulen zu Klassenfahrten einlädt.

Ein Schülerlabor wird nun auch im Einstein-Gymnasium eingerichtet, in dem Schüler zum Thema erneuerbare Energie experimentieren können. Die Windfirma Teut spendierte dafür 2000 Euro. Das Schülerlabor steht auch allen anderen Schulen offen. Dazu gab es am Nachmittag eine Lehrerfortbildung.

Bürgermeister Frederik Bewer ermunterte die Schüler, Fakten und Aussagen nicht nur als gegeben hinzunehmen, sondern auch zu hinterfragen, welche Interessen dahinter stehen und sich umfassend zu informieren um sich eine Meinung bilden zu können.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG