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Unternehmen wollen Forderungen an die Politik wissenschaftlich untersetzen

Beratung
Wirtschaft mischt sich stärker ein

Leipa Weihe der neuen Papiermaschine 5 mit Kaplan Dr. Gregor Jankowiak  6.6.2018
Leipa Weihe der neuen Papiermaschine 5 mit Kaplan Dr. Gregor Jankowiak 6.6.2018 © Foto: Michael Dietrich
Michael Dietrich / 13.06.2018, 06:30 Uhr
Schwedt Nach der gelungenen Neuauflage des  Arbeitskreises Nord der Industrie- und Handeskammer will der Zusammenschluss von Unternehmen der Region unter der neuen Bezeichnung „Arbeitskreis Zukunft Uckermark“ seine Forderungen an die Landespolitik konkretisieren. In seiner zweiten Sitzung diesen Donnerstag in Schwedt wollen die Wirtschaftsvertreter in drei Arbeitsgruppen ihr Forderungspapier noch einmal inhaltlich überarbeiten und schärfen. Und sie wollen sich darauf verständigen, ihre Forderungen auch wissenschaftlich zu untersetzen. Prof. Dr. Hemut Klüter von der Uni Greifswald wird auf der Sitzung seine wissenschaftliche Betrachtung der Regionalentwicklung am Beispiel der Uckermark vorstellen.

Ziel sei es, so Silvio Moritz von der InvestorCenter Uckermark GmbH, eine Studie zu den wirtschaflichen Potenzialen der Uckermark vorzulegen und daraus konkrete Aufgaben und Projekte abzuleiten. Von einem Pflichtenheft für Wirtschaft und Politik ist die Rede.

Der Neustart des Arbeitskreises Anfang des Jahres hatte landesweit für Aufsehen gesorgt. Die Kritik an der unzureichenden Berücksichtigung der Uckermark in den Landesplanungen, die deutliche Benennung der Gefahr des Abkoppelns der ländlichen Region von der Hauptstadtregion und solche unmissverständlichen Forderungen wie ein direkter Anschluss des Wirtschaftsstandortes Schwedt an das Autobahnnetz, der Bau eines neuen Grenzübergangs, 5G-Funknetz  und Gigabit-schnelles Internet sowie Strategien für die Digitalisierung, Mobilität und Bildung sprachen vielen Uckermärkern aus dem Herzen. In Potsdam sorgte das Papier hingegen für Wirbel. Die Landesregierung war nicht erfreut, so deutliche Worte der Kritik von Firmen wie PCK oder Leipa  zu hören, mit deren Wirtschaftskraft man sich sonst gern schmückt.

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