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Wirtschaftsminister Albrecht Gerber informiert sich in der Uckermark über nachhaltige Strategien

Wirtschaft
Energietour durch die Uckermark

Besuch in der Fachklinik Wolletzsee: Wirtschaftsminister Albrecht Gerber ist mit Vertretern von Kommunen auf Energietour.
Besuch in der Fachklinik Wolletzsee: Wirtschaftsminister Albrecht Gerber ist mit Vertretern von Kommunen auf Energietour. © Foto: Andreas Gericke
Oliver Schwers / 09.07.2018, 06:30 Uhr
Wolletz (MOZ) Der Energiewandel ist in vollem Gang. Beispielhafte Projekte aus dem Norden Brandenburgs hat sich Wirtschaftsminister Albrecht Gerber bei einer Energietour durch die Landkreise Barnim und Uckermark angesehen. Eine Station war die Fachklinik Wolletzsee mit ihrem modernen Blockheizkraftwerk.

Die Technologie des Blockheizkraftwerkes ermöglicht es, der in idyllischer wald- und wasserreicher Umgebung gelegenen Rehabilitationsklinik für Neurologie, Kardiologie und Angiologie zirka 30 Prozent ihres gesamten Strombedarfs und etwa 10 bis 15 Prozent ihres benötigten Wärmebedarfs selbst zu produzieren. Klinikverwaltungsdirektor Günter Janz stellte den Gästen die Anlage vor und betonte die ausgezeichnete Kooperation mit dem Energiedienstleister e.distherm, der die Modernisierung der Klinikenergieversorgung und die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes Mitte 2017 ermöglicht hatte.

„Die Anlage ist nicht nur energiesparend und absolut effizient sowie ökonomisch vorteilhaft, sie arbeitet auch nahezu geräuschlos“, sagte Günter Janz beim Besuch des brandenburgischen Wirtschaftsministers in Wolletz. „Die Patienten werden somit in keiner Weise gestört, was für uns die unverzichtbare Voraussetzung war. Hier zeigt sich, wie eine fortschrittliche Technologie der Energieerzeugung zur Zufriedenheit aller eingesetzt werden kann.“

Dass dies nicht in jedem Fall gelingt, machten sowohl der Minister als auch die ihn begleitende neu gewählte Landrätin der Uckermark, Karina Dörk, und der Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer deutlich. Windkraft und Solarenergie finden im Nordosten Brandenburgs einerseits Akzeptanz, stoßen aber auch auf Vorbehalte und Widerstände. „So ist es zum Beispiel schwer verständlich, warum Bewohner und Gewerbetreibende, die in ihrem Umfeld von Windkraftanlagen umgeben sind, nicht gleichzeitig von günstigen Strompreisen profitieren können“, sagte der Minister. In Brandenburg seien die Strompreise im deutschlandweiten Vergleich mit am höchsten. Albrecht Gerber war sich mit der Landrätin einig, dass dieser Umstand und auch andere die Akzeptanz erneuerbarer Energiegewinnung nicht gerade fördern. Dafür gangbare Wege zu finden, war einer von vielen Aspekten der Tour, die außer Wolletz zahlreiche weitere Stationen umfasste.

Bei der Firma AkoTec in Angermünde gewannen die Teilnehmer der Rundtour einen Einblick in die Produktion des Vakuumröhrenbauers. Solare Lösungen können heute Gebäude über ein Wärmenetz mit Energie aus einer zentralen Heizungsanlage versorgen. Die Bandbreite reicht von Nahwärmesystemen zur Versorgung von Neubaugebieten über die Versorgung von Energiedörfern bis hin zur Einbindung in große städtische Fernwärmenetze.

Die Stadtwerke Prenzlau präsentierten ihre Klärgasgewinnungsanlage.

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