Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Evangelischer Kindergarten in Angermünder Richtstraße lädt zum 125. Geburtstag Ehemalige ein

Geburtstag
Ältestes Kita-Kind gesucht

Oliver Schwers / 12.07.2018, 06:15 Uhr
Angermünde (MOZ) Gesucht wird das älteste noch lebende Kita-Kind, das einst in den evangelischen Kindergarten von Angermünde ging. Die Einrichtung in der Richtstraße feiert im Herbst ihren 125. Geburtstag und ist damit eine der frühesten dieser Art in der gesamten Region.

Es gibt noch ein Foto von 1927. Da haben sich die Kinder in Reih und Glied aufgestellt für den Fotografen. Wer damals vier Jahre alt war, müsste heute die 95 erreicht haben. Gute Chancen also, als Geburtstagsgast zum Festgottesdienst im September zu erscheinen. Denn der evangelische Kindergarten feiert sein Jubiläum mit heutigen und früheren Kindern. Die Ehemaligen könnten dann auch die Chronik der Einrichtung vervollständigen und berichten, wie damals Kinderbetreuung funktionierte oder was sich verändert hat.

Schon 1893 beginnt die Geschichte der heute traditionsreichen Einrichtung, angeregt von einem Pastor in der Marienkirche. Zunächst mieten sich die Aufbaupioniere ein Haus in der Jägerstraße, welches am 16. Oktober als erste Kleinkinderschule eröffnet wird. Betreuer sind drei Diakonissen aus dem Danziger Mutterhaus. In ihrer Obhut liegen anfangs 72 Mädchen und Jungen. Weil es aber nicht ausreicht, baut die evangelische Gemeinde 1896 in der Richtstraße einen Neubau. Die Trägerschaft übernehmen der Vaterländische Frauenverein sowie der neu gegründete Verein für christliche Gemeindepflege.

Wie viele Kinder seitdem hier aufs Töpfchen gingen, im Sand spielten, gemeinsam sangen und herumtobten, lässt sich kaum noch ermitteln. Es waren mehrere Tausend. Jetzt hoffen Kirchengemeinde und Kita auf eine große Resonanz in Vorbereitung des Geburtstagsfestes. Vom 16. bis 21. September findet eine Festwoche statt, in der die derzeit 31 Mädchen und Jungen einbezogen werden.

„Wir sind stolz darauf, eine so alte Kita zu haben“, sagt Pfarrer Uwe Eisentraut. „Sie wurde durch alle Epochen hindurch gehalten, war auch ein paar Kriegsjahre geschlossen, ist aber immer wieder verändert, umgebaut und geöffnet worden.“ Die Bedingungen waren nicht immer leicht, auch aus politischen Gründen. Doch die Kirchengemeinde zeigte Durchhaltevermögen. Heute gibt es lange Wartelisten für Eltern. Denn in der Stadt fehlen Plätze. An eine Erweiterung des Hauses hat man mehrfach gedacht, jedoch fehlen die Räumlichkeiten und die notwendigen Außenflächen.

Was ist das Besondere der evangelischen Kita in heutiger Zeit? „Die Eltern schätzen den kleinen familiären Rahmen“, sagt Leiterin Anne Drogott. „Wir betreuen nach dem situationsorientierten Ansatz und sehen auch besondere Ausprägung in der Vermittlung eines christlichen Bildes. Und außerdem wird bei uns noch selbst gekocht.“

Der evangelische Kindergarten in der Richtstraße sucht noch alte Fotos und Dokumente aus vergangenen Zeiten. Ebenso wird das älteste noch lebende Kita-Kind gesucht. Kontakt und Hinweise: Anne Drogott, Telefon: 03331 33277. Meldungen bis zum 27. Juli möglich.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG