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Ministerin bringt 15 000-Euro-Lottogewinn ins Frauenzentrum

Frauenzentrum
Familienministerin bringt einen 15 000-Euro-Lottogewinn ins Frauenzentrum

Blick ins Spielzimmer: Annette Lang (l.), Geschäftsführerin des Frauenzentrums, mit Familienministerin Diana Golze.
Blick ins Spielzimmer: Annette Lang (l.), Geschäftsführerin des Frauenzentrums, mit Familienministerin Diana Golze. © Foto: Tess Itzenplitz
Dietmar Rietz / 13.07.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 15.07.2018, 13:50
Schwedt (MOZ) Brandenburgs Frauenministerin Diana Golze übergab am Donnerstag im Frauenzentrum in Schwedt symbolisch einen Lottomittel-Scheck über 15 000 Euro. Gedacht ist das Geld für das Projekt „IntensivZeit“.

Geschäftsführerin Annett Lang erklärte: „Der Name ist Programm. Beim Tanzen, beim Kochen, beim Lernen und beim kreativen Gestalten spielen Herkunft und Religion keine Rolle. Was zählt sind Teamgeist, Engagement und ein wertschätzender Umgang miteinander.“ Das Projekt bringt Frauen aller Altersgruppen und sozialen Schichten zusammen, um gemeinsam die Freizeit zu gestalten. Aufgebaut wird ein neuer Ort der Begegnung. Zentral, einladend, freundlich, weitgehend kostenfrei für die Besucher. Dafür wird unter anderem ein neuer Herd für den zukünftigen Kochkurs benötigt. Das Projekt soll ein Wegweiser aus der Ausgrenzung werden. Annett Lang erzählte von zurückgekehrten Frauen, die sich in ihrer alten Heimat neu orientieren müssen, von Frauen im Ruhestand, die einen Neuanfang probieren wollen und Müttern, die einen Platz suchen, wo sie mit Kindern gemeinsam Zeit verbringen oder backen, kochen, nähen oder den Umgang mit Mobiltelefon und Computern auf für sie verständliche und akzeptable Weise lernen können.

Der Frauenverein hangelt sich seit 26 Jahren von einer Projektförderung zur nächsten. „Ein kleines Weltwunder“, nannte Annette Lang das. Derzeit liegt das Jahresbudget bei ungefähr 30 000 Euro. Einen neuen Geschäftsführer könne man davon nicht bezahlen.

Die Familienministerin nannte das Frauenzentrum ein „Vorzeigeprojekt“. Sie verbreitete Hoffnung: Aus einem neuen 150 000-Stellen-Programm für Langzeitarbeitslose des Bundes könnten ab 2019 auch Stellen für das Frauenzentrum kommen. Zweitens gebe das Land den Kommunen bald mehr Geld. Drittens bleibe es bei der Projektförderung. Von 2004 bis 2017 sind so 218 000 Euro ins Frauenzentrum geflossen. Die Grundförderung von Frauenzentren hatte das Land vor Jahren gestrichen. Nur sie könnte die immer wiederkehrenden Finanzkrisen beendet. Bürgermeister Jürgen Polzehl versprach Hilfe, falls es Lücken in der Finanzierung geben sollte.

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