Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bildungsstaatssekretär gratuliert zu 10 Jahren „TuWaS!“ an der Bertolt-Brecht-Grundschule

Zehn Jahre „TuWas!“
Wie Spaß am Lernen geweckt wird

Spaß an Experimenten: Schüler Dominik erklärt dem Landtagsabgordneten Mike Bischoff und Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher (v. l.), wie ein Stromkreis funktioniert.
Spaß an Experimenten: Schüler Dominik erklärt dem Landtagsabgordneten Mike Bischoff und Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher (v. l.), wie ein Stromkreis funktioniert. © Foto: Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 07.09.2018, 06:46 Uhr - Aktualisiert 07.09.2018, 15:26
Schwedt (MOZ) Schüler der Schwedter Grundschule Bertolt Brecht in Schwedt ziehen begeistert ihre „TuWaS!“-T-Shirts als Laborkittel an. Wenn sie elektrischen Strom untersuchen, chemische Reaktionen verfolgen, Autos ohne Antrieb bauen oder im Klassenraum beobachten, wie sich eine Raupe zum Schmetterling entwickelt leuchten die Augen von Schülern, bestätigt Lehrerin Jeanette Helbig. Zum Projekt-Jubiläum am Donnerstag zeigen Schüler, was sie drauf haben.

Als eine der ersten Schulen in Brandenburg setzte die Grundschule Bertolt Brecht  ihr erstes TuWaS! (Technik und NaturWissenschaft an Schulen) Projekt „Chemische Tests“ bereits 2008 im Unterricht um. Seit 10 Jahren ziehen begeisterte Schüler ihre TuWaS! Shirts als Laborkittel an und untersuchen dann elektrischen Strom, chemische Reaktionen oder verfolgen im Klassenraum, wie sich eine Raupe zum Schmetterling entwickelt.  Zum Jubiläum präsentieren Schülerinnnen und Schüler ihre Projekte .
Bilderstrecke

10 Jahre TuWaS! an der Grundschule B. Brecht in Schwedt

Bilderstrecke öffnen

Großer Bahnhof ist das an der Brechtschule. Auf dem Schulhof spielen die Brecht-Bläserklassen. Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher ist angereist, der SPD-Landtags-Fraktionsvorsitzende Mike Bischoff, Schulleiter, Vertreter der Wirtschaft und Schulverwalter. Sie feiern die Schule. Der Anlass: Vor zehn Jahren hat die ehemalige Schulleiterin Astrid Siggelkow mit anderen Lehrern mutig das Projekt „TuWaS!“ gestartet. Das Kürzel steht für Technik und Naturwissenschaft an Schulen. Als eine der ersten Schulen in Brandenburg zeigte sie großes Interesse am „Forschenden Lernen“ und begann 2008 das erste „TuWaS!“-Projekt „Chemische Tests“.

„Die Begeisterung der Kinder für Technik und Naturwissenschaften zu erhalten und zu fördern, ist unser Ziel“, erklärte die Projekt-Koordinatorin Martina Bünnige.

Bildungsstaatssekretär Drescher war einst Chemielehrer. Er nannte das Schwedter Beispiel „vorbildlich für Brandenburg“. Die Kompetenz der Schüler für den künftigen Unterricht in Chemie, Physik und Biologie werde exzellent gefördert.

Die Schule hat ihr Angebot erweitert. 2010 gewannen die Drittklässler den Umweltpreis der Stadt Schwedt. Heute sind Experimentier-Themen für alle sechs Klassenstufen fest im Lehrplan verankert. Die frühere Schulleiterin Astrid Siggelkow holte Politik und Wirtschaft ins Boot und erwirkte in dieser Gemeinschaft die Auflage eines Programms des Brandenburger Bildungsministeriums. 2016/17 wurde das Pilotprojekt mit einem Verbund von zwölf aktiven Schulen neu gestartet.

Für die Frühförderung des Auszubildenden-Nachwuchses engagieren sich auch regionale Wirtschaftsunternehmen wie PCK, Leipa, Stadtwerke und die Unternehmervereinigung Uckermark. Deren früherer Präsident, Siegmund Bäsler, erklärt, warum: „Wir müssen etwas tun, um unseren Berufsnachwuchs zu sichern. Auf Dauer. Dieses Projekt gehört in den Lehrplan jeder Schule.“

Der Plan scheint nach und nach aufzugehen: Aktuell arbeiten 15 Schulen in der Uckermark mit TuWaS!, weitere vier haben sich zum beginnenden Schuljahr angemeldet.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG