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Auf dem Gewerbegebiet in Pinnow brach am frühen Sonntagmorgen ein Großbrand in einer Lagerhalle einer Recyclingfirma aus. 52 Feuerwehrleute von sechs Ortsfeuerwehren der Umgebung waren im Einsatz ubnd konnten nach drei stunden das Feuer löschen.

Großbrand
Großbrand im Gewerbegebiet

Daniela Windolff / 16.09.2018, 20:08 Uhr - Aktualisiert 17.09.2018, 09:41
Pinnow (MOZ) Auf dem Gewerbegebiet in Pinnow brach am frühen Sonntagmorgen ein Großbrand in einer Lagerhalle einer Recyclingfirma aus. 52 Feuerwehrleute von sechs Ortsfeuerwehren der Umgebung waren im Einsatz.

Eine große schwarze Qualmwolke weist den Feuerwehrleuten den Weg durch das Labyrinth der vielen Firmen und Straßen auf dem insgesamt 190 Hektar großen Industrie- undGewerbegebiet in Pinnow. Kurz nach sechs Uhr am Sonntagmorgen wurden die Kameraden vom Alarm aus dem Schlaf gerissen. Die Leitstelle meldete einen Brand einer Lagerhalle. Was die Kameraden vor Ort erwartet, wissen sie auf dem Weg zum Unglücksort noch nicht. Doch Oder-Welse-Amtsbrandmeister Oliver Markwart und Einsatzleiter Wolfgang Grösch sind in einem Gewerbegebiet auf alles gefasst.

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Wehren bekämpfen Feuer auf Pinnower Recyclinghof

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Zum schwarzen Qualm, der die Sicht nimmt, mischt sich beißender Gestank verschmorten Kunststoffes. In einer Lagerhalle der Recyclingfirma NAWIE brennen Müllberge. Als sich die Einsatzleitung vor Ort einen Überblick über das Ausmaß des Brandes verschafft, werden die Feuerwehrkräfte aufgestockt. Die Pinnower Feuerwehr bekommt Verstärkung durch die Ortswehren aus Landin, Flemsdorf, Berkholz-Meyenburg, Passow und Angermünde. Insgesamt 52 Kameraden sind im Einsatz.  Es gilt, so schnell wie möglich ein Ausbreiten der Flammen auf das Gebäude zu verhindern. Durch den giftigen,. starken Rauch ist der Einsatz unter Atemschutz erforderlich. Auch das erklärt den großen Aufwand und die hohe Zahl der Einsatzkräfte. Unter Atemschutz können die Feuerwehrleute nur 30 Minuten lang arbeiten und müssen dann ausgewechselt werden, erklärt Einsatzleiter Wolfgang Grösch.

Auch Mitarbeiter der betroffenen Firma sind vor Ort. Mit Radladern wird versucht, das brennende Recyclingmaterial aus der Halle zu schieben und es im Freien zu löschen. „Wir mussten zeitweise sechs Strahlrohren gleichzeitig einsetzen, um das Feuer zu löschen. Das hier fällt schon unter die Kategorie Großbrand und ist nicht ohne“, sagt Amtsbrandmeister Oliver Markwart. Der junge Mann, der im Einsatzfahrzeug die Brandbekämpfung koordiniert, strahlt dennoch Ruhe aus. Jeder Einzelne ist routiniert und weiß genau, was zu tun ist. Bei jedem Einsatz zahlen sich die zeitaufwändigen Schulungen und Übungen der ehrenamtlichen Brandschützer aus.

Ein Glücksumstand trotz des Unglücks ist, dass es ein Sonntag ist. An Werktagen haben viele freiwillige Feuerwehren gerade auf den Dörfern Not, immer genügend Einsatzkräfte aktivieren zu können, weil viele berufstätig oder in Ausbildung sind und auch auswärts pendeln müssen.

Auf dem Gewerbegebiet in Pinnow brach am frühen Sonntagmorgen ein Großbrand in einer Lagerhalle einer Recyclingfirma aus. 52 Feuerwehrleute von sechs Ortsfeuerwehren der Umgebung waren im Einsatz.
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Recyclinglager in Pinnow in Flammen

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Oder-Welse Amtsdirektor Detlef Krause ist ebenfalls zum Brandort geeilt, um sich ein Bild vom Geschehen zu machen und auch seinen Dank an die freiwilligen Brandschützer auszudrücken.

Nach rund drei Stunden vollstem Einsatz sind die Flammen weitgehend gelöscht. Durch den schnellen und umsichtigen Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden. Hin und wieder flammen noch Glutnester auf, die kontrolliert werden müssen.

Die Kriminalpolizei war schon in den frühen Morgenstunden am Einsatzort und wird nach Abschluss der Löscharbeiten die genaue Untersuchung der Umstände und der Brandursache fortführen, die bisher noch ungeklärt ist. Ermittelt wird zunächst in alle Richtungen.

Gegen 10 Uhr entspannt sich die Situation. Nur die vielen roten Feuerwehren, die Löschwasserseen und die verschwitzten und erschöpften Gesichter der Einsatzkräfte zeugen noch von einem Großbrand.

„Jetzt haben wir erst einmal Frühstück für alle Kameraden geordert“, sagt Amtsbrandmeister Oliver Markwart zufrieden. Das Sonntagsfrühstück in den Familien fällt wieder einmal aus.

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