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Greiffenberger Verein startet mit Sparkasse und Sparkassenstiftung Spendenaktion für die Mühle

Spendenstart
„Gemeinsam wachsen uns Flügel“

MOZ / 02.10.2018, 06:45 Uhr
Greiffenberg (Kerstin Unger) Ein großer Schritt für den Wiederaufbau der Erdholländermühle in Greiffenberg wurde am Montag getan. Im Beisein des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke startete eine Spendenaktion zur Finanzierung des Drehkranzes und der Flügel.

Fast genau vor einem Jahr hatte Dietmar Woidke bei einem Besuch der Mühle Hilfe für das mutige Projekt versprochen. Am Montag waren der brandenburgische Ministerpräsident, Landrätin Karina Dörk, der Angermünder Bürgermeister Frederik Bewer sowie viele Mitglieder des Vereins zur Förderung von Landwirtschaft, Handwerk und Kultur und weitere Gäste gekommen, um die weitere Etappe des Wiederaufbaus der Mühle einzuläuten. Die Spendenaktion „Aus 1 mach 3“ wurde gestartet. Dabei sollen rund 50 000 Euro an Spenden gesammelt werden. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Uckermark geben das Doppelte dazu und werden den Betrag somit verdreifachen.

Über 20 Jahre habe der Verein in Greiffenberg nachhaltige Arbeit geleistet, lobte Thorsten Weßels vom Vorstand der Sparkasse Uckermark. „Heute legen wir den Grundstein, um die Mühle mit Flügeln auszustatten, damit sie ab 2020 mit Windkraft Mehl mahlen kann. Dahinter steckt unermüdlicher Einsatz des Vereins und von Horst Fichtmüller. Aber auch viele Unternehmen und Privatpersonen haben dafür größere und kleinere Summen gegeben. Der Wiederaufbau der Mühle sei ein schönes Beispiel dafür, was eine gemeinsame Vision und ein Ziel bewirken können.

Anfang dieses Jahres gab es eine erste Kontaktaufnahme mit der Sparkassenstiftung. Nach Kaffee, Kuchen sowie Berichten von Vereinsmitgliedern im  Mai vor Ort habe für Patricia Werner von der Geschäftsführung des Sparkassenstiftung festgestanden: „Hier müssen wir was machen.“ Besonders positiv sei ihr aufgefallen, dass die Vereinsmitglieder nichts auf die lange Bank schieben. Auch die Uckermark-Landrätin und der Angermünder Bürgermeister zeigten sich beeindruckt von solchen Menschen und Projekten in der Region. „Wir sind alle ein Stück weit stolz darauf, was hier vollbracht wurde“, meinte Karina Dörk. Die Schatzmeisterin des Vereins, Elisabeth Rother, nahm die Urkunde über den Start der Spendenaktion mit Aussicht auf 150 000 Euro für die Mühle in Empfang. Weitere 25 000 Euro will die Stadt Angermünde für nächstes Jahr im Haushalt einplanen, wenn die Stadtverordneten zustimmen, kündigte Bürgermeister Bewer an.

Der Vereinsvorsitzende Horst Fichtmüller gab einige Anekdoten aus der Bauzeit zum besten, bei der es auch Rückschläge gab. Das Problem sei gewesen, die Leute dabei zu behalten, sagte er. „Das hier ist unsere Antwort darauf. Wenn wir zusammenstehen, wachsen uns Flügel.“

Bevor alle Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurden, wollte der ausgebildete Müller Gerold Rother einen Mahlgang vorführen. Dafür hatte Biobauer Stefan Palme aus Wilmersdorf Roggen gespendet. Das klappte nicht ganz, weil ein Schieber nicht geöffnet war. Aber einen Eindruck von dem technischen Vorgang mit dem großen, tosenden Mahlwerk gab es allemal. „Da müssen wir noch einmal wiederkommen“, schmunzelten die weitgereisten Gäste.

Dafür konnten sie die nagelneuen Toiletten offiziell einweihen, die neben der Mühle installiert wurden.

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