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Krankenhaus Prenzlau bekommt jetzt Millionenspritze für den Aufbau eines medizinischen Versorgungszentrums

Gesundheit
Gynäkologie und Orthopädie schließen

Uwe Werner / 29.11.2018, 06:00 Uhr
Prenzlau Das Kreiskrankenhaus Prenzlau soll weiter fit für die Zukunft gemacht werden. Dabei sollen stationäre und ambulante Versorgung verzahnt und das Krankenhaus der Grundversorgung zum ambulant-stationären Gesundheitszentrum entwickelt werden.

Dazu sind in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen nötig. Gut acht Millionen Euro Fördermittel aus  dem Kranken-hausstrukturfond erhält das Kreiskrankenhaus in der Uckermark-Kreisstadt dafür. Damit werden die Abteilungen Gynäkologie und Orthopädie zu einem Medizinischen Versorgungszentrum mit ambulanten Arztpraxen umgebaut.

Am Dienstag hat Andreas Büttner (Die Linke), Staatssekretär im Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, das Krankenhaus besucht. Er kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte an Jörg Mocek als Geschäftsführer des Krankenhausträgers, das ist die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), an der auch der Landkreis Uckermark beteiligt ist, den Millionen schweren Bewilligungsbescheid. Die Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds kommen je zur Hälfte vom Bund und vom Land Brandenburg. Damit wird der GLG zugesichert, die Förder-Millionen locker zu machen.

„Der Baustart ist für das 1. Quartal 2019 geplant. Ende Mai 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, informierte GLG-Verwaltungsdirektorin Marita Schönemann. Vorgesehen sei, im Zuge der Umgestaltung des Hauses D die stationären Abteilungen Gynäkologie und Orthopädie aufzugeben. „Geplant ist, im neuen Zentrum langfristig drei neue Praxen, unter anderem für Chirurgie und Gynäkologie, und zwei weitere ambulante Angebote, die bisher in der Stadt Prenzlau verstreut angeboten werden, unter einem Dach zu bündeln“, erzählt sie.

Das Geld sehe er bestens angelegt, denn schließlich komme es einer noch besseren Gesundheitsversorgung in der Region zugute, sagte Staatssekretär Büttner. Prenzlau sei und bleibe „ein wichtiger Anker für die medizinische Versorgung der Menschen in der Uckermark. „Im ländlichen Raum ist die bestmögliche Verzahnung von ambulanter und stationärer ärztlicher Betreuung unabdingbar für die Zukunftsfähigkeit. Zugleich möchte ich hier noch einmal bekräftigen, dass das Land Brandenburg an seinen jetzigen Krankenhausstandorten festhält. Und auch einen Krankenhausstrukturfonds muss es weiterhin geben“, sagte Büttner. Prenzlaus Vizebürgermeister Marek Wöller-Beetz (CDU) zeigte sich erleichtert: „Prenzlau liegt also zwar im letzten Zipfel Brandenburgs, ist aber keinesfalls von der Landesregierung abgehängt.“

Das Kreiskrankenhaus Prenzlau wurde am 6. August 1927 eingeweiht. Ende 2017 gab es hier 116 vollstationäre Betten. Folgende Fachbereiche sind vertreten: Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie, eine Klinik für Innere Medizin (Kardiologie/Diabetologie, Gastroenterologie, internistische Intensivtherapie und Altersmedizin), die Chirurgische Klinik I (Allgemein- und Viszeralchirurgie), die Chirurgische Klinik II (Unfallchirurgie und Orthopädie), die Gynäkologie, das Zentrum für ambulantes Operieren und ambulante Behandlungen, das Zentrum für plastisch-ästhetische Chirurgie sowie die interdisziplinären Abteilungen Physiotherapie und Ergotherapie.

Der kommunale Krankenhauskonzern GLG beschäftigt mehr als 3300 Menschen und ist nach eigenen Angaben „der größte Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im Nordosten Brandenburgs“ mit fünf Krankenhäusern (darunter in Prenzlau, Angermünde und Eberswalde), der Fachklinik Wolletzsee, Medizinische Versorgungszentren sowie weitere medizinische Einrichtungen.

Gesellschafter der GLG mbH sind die Landkreise Barnim (71,1 Prozent) und Uckermark (25,1 Prozent) sowie die Stadt Eberswalde (3,8 Prozent).

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