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Gewinner im Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in der Uckermark ausgezeichnet

Auszeichnung
Idee gegen rechte Hetze im Stadtbild prämiert

Beste Ideen ausgezeichnet: Erinnerungsfoto mit allen Preisträgern im diesjährigen Wettbewerb der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark.
Beste Ideen ausgezeichnet: Erinnerungsfoto mit allen Preisträgern im diesjährigen Wettbewerb der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark. © Foto: Mary Beuttenmüller
Katja Neels / 29.11.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 29.11.2018, 08:34
Prenzlau (Freie Autorin) Die Preise des Ideenwettbewerbs der Bürgerstiftung Barnim- Uckermark für Kinder und Jugendliche gehen nach Angermünde, Brüssow, Lychen und Templin. Die Auszeichnungen wurden jetzt beim Fest für die Demokratie der Bürgerstiftung in der Prenzlauer Blumenhalle überreicht. Über 300 Euro freuen sich Jugendliche am Gymnasium Angermünde für die Initiative „Wir lassen uns keine kleben“. Sie wollen rechte Hetze aus dem Stadtbild entfernen und durch Friedensbotschaften mit Graffitis ersetzen. Die Stadtverwaltung unterstützt diese Idee.

Die gleiche Summe erhalten zehn Jugendliche in Brüssow. Sie entwickeln ein Konzept für einen Jugendclub, mit dem sie die Stadtpolitik überzeugen wollen, dass auch die kleinste Stadt der Uckermark endlich einen Jugendklub bekommt.

300 Euro  fließen auch in den Lychener Hort „Kindertraum“. Kinder richten dort einen Forschungsraum ein. Dafür sammelt ein Projektteam Ideen für die Gestaltung.

Mit 200 Euro mehr kann die Schülerinitiative des Gymnasiums Templin für Toleranz und gegen Diskriminierung, einen Adventskalender für Toleranz starten. An jedem Schultag im Dezember gibt es Aktionen zu religiösen, kulturellen und politischen Themen rund um das Weihnachtsfest. Landrätin Karina Dörk gab spontan 100 Euro dazu, damit alle Preisträger gleich behandelt werden.

In dem Wettbewerb waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, ihre Projektideen bei der Bürgerstiftung einzureichen. Entscheidendes Kriterium war, dass die Ideenfindung hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen ausging und sie auch bei der Umsetzung die wichtigsten Akteure sein werden. Der Ideenwettbewerb wurde durch den Lokalen Aktionsplan Uckermark gefördert. Für die Umsetzung der Ideen stellt die Bürgerstiftung insgesamt 1200 Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus den Kapitalerträgen des Kinderrechte-Fonds der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark. Die Jury bestand aus elf Kindern und Jugendlichen, die die 14 eingereichten Projektideen in einem zweitägigen Workshop intensiv beleuchteten.

Die Jury vergab noch einen Sonderpreis mit 100 Euro an Lilo aus Fergitz. Die Achtjährige möchte Menschen dazu bringen, über ihr Umweltverhalten nachzudenken und dazu ein kleines „Buch für eine bessere Welt“ herstellen. Für die Jugendfeuerwehr in Naugarten und die Spielplatz-initiative in Gartz wurde unter den Anwesenden des Demokratiefestes Geld gesammelt.­

Uckermark-Landrätin Karina Dörk sagte in ihrer Festrede: „Immer wieder hört man, dass Kinder und Jugendliche sich nicht für Demokratie und Gesellschaft interessieren. Das stimmt so nicht, denn die Vielzahl der Projektideen zeigt, wie aktiv Kinder und Jugendliche über ihre Heimat, ihre Lebensbedingungen und über Möglichkeiten nachdenken, Dinge zu verändern.“ Marieta Böttger, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, erklärte: „Mit dem Ideenwettbewerb möchte die Bürgerstiftung Kindern und Jugendlichen neue Horizonte eröffnen und ihr Selbstvertrauen stärken.“

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