Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fußball
Derbyzeit in Schwedt

Gute Zweikämpfe: Uckermarkduelle haben immer einen speziellen Charakter. Jeder Spieler hängt sich voll rein, so wie hier Marcin Lapinski (links) gegen Martin Rakoczy (unten), der ja auch mal für den FC Schwedt spielte.
Gute Zweikämpfe: Uckermarkduelle haben immer einen speziellen Charakter. Jeder Spieler hängt sich voll rein, so wie hier Marcin Lapinski (links) gegen Martin Rakoczy (unten), der ja auch mal für den FC Schwedt spielte. © Foto: Carola Voigt
Carola Voigt / 30.11.2018, 06:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Am Sonntag um 13 Uhr treffen im Schwedter Stadion Heinrichslust die beiden uckermärkischen Vertretungen der Fußball-Landesliga Nord aufeinander. Der FC Schwedt hat den Angermünder FC zu Gast – ein Derby der beiden Nachbarorte.

Vor genau einem Jahr und einem Tag, nämlich am 3. Dezember 2017, trafen die Teams nach dem Aufstieg des Angermünder FC am 13. Spieltag im Jahnstadion aufeinander. Es war auch ein Sonntagsspiel und zog150 Zuschauer an. Der FC Schwedt feierte am Ende einen 3:0-Erfolg durch Tore von Manuel Fuchs (45./48.) und Pawel Iskra (75.). Auf den Tag genau ein halbes Jahr später, am 3. Juni, gab es bei sommerlichen Temperaturen das Rückspiel in Schwedt. Auch hier ließ sich der Landesliga-Erfahrene nicht die Butter vom Brot nehmen und siegte 3:1. Getroffen hatten zwei Lapinski-Brüder. Marcin legte in der 18. Minute vor, Tomasz, der heutige Trainer des FC Schwedt, sorgte für das 2:0 per verwandeltem Strafstoß (55.). Martin Oertel, ein Ex-Schwedter, schaffte den 1:2-Anschlusstreffer (77.), doch in Unterzahl (Gelb-Rot für Tobias Schuchert/86.) und durch einen erneuten Strafstoß, den wieder Tomasz Lapinski sicher zum 3:1 verwandelte (89.), gab es den endgültigen k.o.-Schlag für den AFC. Dieses intensive Duell verfolgen immerhin 365 Zuschauer. Der FC Schwedt schloss die vergangene Saison mit 53 Punkten auf einem respektablen dritten Platz ab, die Angermünder konnten dank einer starken Rückrunde dem Abstieg gerade noch so entrinnen und wurden 13. mit 14 Punkten.

Wie wird nun das erste Derby dieser Saison verlaufen? Wir haben wieder den 13. Spieltag, nur  stehen dieses Mal beide Mannschaften ziemlich gleichauf da – der FC Schwedt, der sich im Umbruch befindet und verjüngt, hat nach vier Siegen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen 16 Zähler und 22:17 Tore auf dem Konto, ist Neunter. Der Rivale aus der Nachbarstadt hat nur zwei Zähler weniger (14) bei einem Torverhältnis von 12:23 und steht auf Platz 13.

Wenn der Angermünder FC gewinnen sollte, zieht er in der Tabelle an den Oderstädtern vorbei. Aber sowohl nach oben als auch nach unten liegen viele Teams eng beieinander. Wirklich abgesetzt hat sich bisher das Trio mit dem RSV Eintracht (33), Grün-Weiß Ahrensfelde (27) und FC Hennigsdorf (23). Von Platz 4 mit 20 Zählern bis zu den Schwedtern runter sind es vier, zu den Angermündern sechs Punkte Unterschied. Der Blick auf die untere Zone ist beängstigend. Perleberg als Vorletzter hat 12 Punkte, Schlusslicht Pritzwalker SV steht bei acht – also nicht so viel Puffer für die Uckermärker, deshalb müssen sie um jeden Zähler kämpfen.

Im Restprogramm der Hinrunde steht bei beiden nur noch ein Spiel im Plan, weil sie den 15. Spieltag schon vorgezogen hatten. Der FC Schwedt muss zum Abschluss der Hinrunde am 8. Dezember beim FK Hansa Wittstock antreten (zum jetzigen Zeitpunkt 14. mit 13 Punkten) und der Angermünder FC reist zum TSV Chemie Premnitz (derzeit 11. mit 15 Punkten).

Der Gastgeber FC Schwedt spendiert am Sonntag jedem Zuschauer, der seine Eintrittskarte vorlegt, einen Glühwein.

Trainer-Stimmen

FC Schwedt, Tomasz Lapinski: „Wir haben gestern Abend im Abschluss-Training die Aufstellung und Taktik besprochen, die ich hier natürlich nicht preis geben möchte. Auf jeden Fall wünschen wir uns ein gutes Spiel. Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen. Mein Ergebnis-Tipp lautet 3:1.“

Angermünder FC, Matthias Kandula: „Es ist so, dass ich leider kadermäßig nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Wir haben uns aber ein paar Gedanken gemacht, wie wir das Spiel positiv gestalten können. Einen Tipp möchte ich ehrlich gesagt nicht abgeben. Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG