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Handball
Wenn das Ergebnis am Ende nebensächlich wird

Leider schwer verletzt: Angermündes zuverlässiger Torjäger Stefan Taube (r.)
Leider schwer verletzt: Angermündes zuverlässiger Torjäger Stefan Taube (r.) © Foto: Carola Voigt
Daniel Wieland / 04.12.2018, 06:00 Uhr
Pritzwalk Für die Landesliga-Handballer des HC Angermünde stand das dritte und somit letzte Auswärtsspiel der Saison in der Prignitz auf dem Programm. Gegen den Handball Club Pritzwalk wurde es ein Duell, das die Angermünder – wie stets in der jüngeren Vergangenheit – für sich entschieden. Am Ende stand ein knapper 35:33-Erfolg zu Buche.

Die Gäste, mit großen Personalsorgen im Gepäck, fanden sehr schlecht ins Spiel. So waren es auch die Gastgeber, die den ersten Treffer der Partie erzielten. Während der HCA in der Abwehr immer wieder Lücken offenbarte, lief im Angriff wenig zusammen. Überhastete Abschlüsse und technische Fehler prägten das Spiel. Wenig verwunderlich war also, dass die Angermünder nahezu in der gesamten ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Zumindest gelang es, auf Tuchfühlung zu bleiben.

Dies lag vor allem an Torhüter Tobias Scheer, der sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt. Beim Stand von 9:8 (19.) und noch gut zehn zu spielenden Minuten sah sich Maximilian Wolak als verantwortlicher Spielertrainer dann gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und sein Team wieder wachzurütteln – mit Erfolg.

Auch wenn danach bei Weitem nicht alles perfekt lief, Einstellung und Körpersprache stimmten nun bei den Uckermärkern. Im Angriff spielte man jetzt geduldiger durch und konnte sich im weiteren Verlauf immer wieder gute Torchancen herausspielen, die vor allem Stefan Taube und Lukas Branding zu nutzen wussten. Mit einer unerwarteten 13:12-Führung gingen die Gäste in die Kabine (30.).

Während Pritzwalk im ersten Abschnitt noch die klar bessere Mannschaft stellte, waren es nach Wiederbeginn die Angermünder, die den Ton angaben. Zwei schnelle Tore kurz hintereinander stellten den Spielstand auf 12:15 (32.). Beide Teams, so schien es, verzichteten nun weitgehend auf zielstrebiges Abwehrverhalten – so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Traf der HCA, legten die Pritzwalker umgehend nach. Vor allem mit dem agilen Florian Boldt (13 Treffer) hatten die Angermünder so ihre Probleme.

Dennoch gelang es den Gästen, den knappen Vorsprung bis in die Schlussphase hinein zu verteidigen. Wenige Minuten vor Spielende ereignete sich dann ein unglücklicher Zweikampf, in dessen Folge sich Stefan Taube schwer verletzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie sich am Abend herausstellen sollte, riss er sich die Achillessehne und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Die verbleibenden Minuten spielten die Uckermärker so gut es ging herunter, sodass der HCA am Ende mit 35:33 die Oberhand behielt. Es war ein Ergebnis, das an diesem Abend natürlich in den Hintergrund rückte. Der ausdrückliche Dank galt dem HC Pritzwalk für die umsichtige Unterstützung nach der Verletzung – an Stefan Taube gehen beste Genesungswünsche!

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