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Finanzminister Christian Görke sichert Zukunft des Standortes zu / Mehr Personal und ab 2020 wieder Ausbildung

Finanzamt
Angermünde bleibt Standort für Finanzamt

Standortfrage geklärt: Finanzminister Christian Görke (l.) und Finanzamtsvorsteher Reinhard Krüger.
Standortfrage geklärt: Finanzminister Christian Görke (l.) und Finanzamtsvorsteher Reinhard Krüger. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 05.12.2018, 20:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Das Finanzamt Angermünde bleibt als eigenständiges Finanzamt erhalten und wird durch erweiterte Aufgaben und mehr Personal für die Zukunft gestärkt. Die gute Nachricht überbrachte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke am Mittwoch in Angermünde.

Mit 120 Mitarbeitern ist Angermünde das kleinste Finanzamt in Brandenburg. Dennoch gab Finanzminister Christian Görke nun ein klares Bekenntnis für den Erhalt des Standortes als eigenständige Steuerverwaltung und will damit ein deutliches Signal für die Stärkung des ländlichen Raumes senden. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Diskussionen und Gerüchte um die Schließung des Angermünder Finanzamtes. „Wir haben unter dem Aspekt, die Steuerverwaltung des Landes effizienter und schlanker aufzustellen, viele Varianten diskutiert: Fusion mit Eberswalde, Filiale oder eigenständiges Amt. Klar war, wenn wir den Standort am Netz halten, dann muss die Leistungsbilanz steigen“, betont der Minister. Das ist gelungen. Die Neueinstellung junger Kollegen und die Aussicht auf eine Perspektive für Angermünde haben einen Motivationsschub bewirkt, sodass die Zielvereinbarungen und Bearbeitungszeiten deutlich verbessert werden konnten, bestätigt Finanzamtsvorsteher Reinhard Krüger. Rund 700 000 Euro Steueraufkommen von 20 000 Arbeitnehmern und 10 000 Selbstständigen werden in Angermünde jährlich verwaltet. Doch radikale Schritte wie die Zusammenlegung mit Eberswalde sind nun vom Tisch. Angermünde bleibt als eigenständiges Finanzamt erhalten und wird durch erweiterte Aufgaben und mehr Personal gestärkt“, versichert Christian Görke. „Angermünde als künftiges Mittelzentrum ist ein sehr guter Verwaltungsstandort mit einer idealen Verkehrsanbindung. Diesen Standort wollen wir stärken. Auch angesichts des Rückzugs von Commerz- und Postbank und Krankenkassen aus Angermünde müssen wir als Staat Präsenz in der Fläche zeigen“, betont Görke.

Nicht zuletzt spielen auch die schon jetzt sehr weiten Arbeitswege vieler Kollegen eine Rolle. „Wir haben Mitarbeiter, die täglich aus Wilsickow oder Lychen kommen“, berichtet Reinhard Krüger. Bis Eberswalde wäre der Weg noch länger.

Das 1998 neugebaute Gebäude des Angermünder Finanzamtes ist für 200 Mitarbeiter ausgelegt. Künftig sollen durch neue Aufgaben mehr Beschäftigte in Angermünde arbeiten. So ist ab 2021 geplant, die Zuständigkeit für die Grunderwerbssteuer von Eberswalde auf Angermünde zu übertragen. Ab 2020 bildet das Angermünder Finanzamt auch wieder aus und bietet damit jungen Menschen in der Region eine sichere Perspektive.

Mit Uckermark-Landrätin Karina Dörk sprach der Minister auch über gemeinsame Bemühungen, die Liegenschaft effektiv auszulasten und Angermünde als Verwaltungsstandort zu stärken, zum Beispiel durch Kreisverwaltungsstrukturen, die hier künftig etabliert werden.

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