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Gute Finanzlage dank stabiler Einwohnerzahlen

Wo das Geld in diesem Jahr hinfließt
Womit das Amt Gartz 2019 rechnen kann

Eva-Martina Weyer / 03.01.2019, 06:00 Uhr
Gartz (MOZ) Ohne neue Schulden und Kredite will das Amt Gartz 2019 auskommen. Im neuen Jahr können fast 3,6 Millionen Euro ausgegeben werden. Die Finanzlage ist gut. Einen Grund dafür sieht Amtsdirektor Frank Gotzmann in den stabilen Einwohnerzahlen.

2019 und 2020 steht im Amt Gartz mehr Geld zur Verfügung als in den Vorjahren. Das geht aus dem Doppelhaushalt hervor, den die Mitglieder des Amtsausschusses mit großer Mehrheit beschlossen haben. Die Kommunalaufsicht in Prenzlau hat sich das Zahlenmaterial noch 2018 angesehen und gewertet: „Alles entspricht den haushaltsrechtlichen Anforderungen.“

Amtsdirekor Frank Gotzmann und Kämmerin Karin Krapalies freuen sich über die stabile Einwohnerzahl von rund 7000. Der vor Jahren durch Potsdam prophezeite Bevölkerungsrückgang sei nicht eingetreten, sagt Frank Gotzmann. „Mehr Einwohner bedeutet mehr Schlüsselzuweisungen vom Land. Davon profitieren auch unsere Dörfer.“ Einen weiteren Grund für die derzeit gute Finanzausstattung sieht Gotzmann in der positiven wirtschaftlichen Lage. „Das schlägt sich in der Gewerbesteuer nieder. Die Leute haben Arbeit, sie verdienen Geld“, erläutert der Amtsdirektor und versichert: „Das Geld, das uns zur Verfügung steht, setzen wir gut um.“

Ein Großteil fließt in den Brandschutz. Kurz vor Silvester war in Tantow ein neues Feuerwehrauto im Wert von360 000 Euro übergeben worden. 2019 bringt das Amt Gartz Geld für weitere Feuerwehrtechnik auf. Mit Fördermitteln soll dann ein weiteres Feuerwehrfahrzeug angeschafft werden.

Außerdem sollen 2019 mehrere Löschbrunnen gebaut werden, die den Feuerwehrleuten eine zuverlässige Wasserentnahme sichern. Für rund 200 000 Euro wird das Feuerwehrgebäude in Woltersdorf umgebaut.

Zum ersten Mal will das Amt eine Seniorenfahrt nach Stettin organisieren, die für die Teilnehmer kostenfrei ist. Außerdem sind alle Einwohner des Amtes zum Brückenfest nach Mescherin eingeladen. Geld fließt 2019 auch in die Fassadensanierung des Amtsgebäudes. Ein zweiter Rettungsweg wird errichtet und der Eingangsbereich neu gestaltet, sodass der Bürgerservice besser erreichbar ist.

„Im Vergleich mit anderen Ämtern und Kommunen müssen wir uns nicht verstecken“, behauptet Frank Gotzmannn. „Wir sind eine Amtsverwaltung mit sehr wenig Mitarbeitern pro Einwohnerzahl.“ Im Jahr 2000 habe es 42 Vollzeitstellen gegeben. 2008 seien es 30,5 gewesen. Aktuell gibt es 26 Vollzeitstellen in der Verwaltung.

Auf dem Haushalt des Amtes bauen die fünf Gemeinden auf. Die Gemeinde Hohenselchow-Groß Pinnow hat ihren Haushalt bereits beschlossen.Casekow und Tantow beraten im Februar darüber, wobei Casekow ein Haushaltssicherungskonzept beschließen muss. Dort sind die Gewerbesteuern eingebrochen, die Gemeinde hat weniger Geld. Auch ein Gartzer Haushaltsbeschluss steht noch aus. Die Stadtverordneten warten gerade die baufachliche Prüfung für die Sanierung der Grundschule ab. Sich daraus ergebende Auflagen sollen dann in den aktuellen Haushalt eingearbeitet werden. InMescherin gibt es ebenfalls noch Abstimmungsbedarf, ehe die Gemeindevertreter über den Haushalt  beraten.

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