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Billard
Favorit Peykow beherrscht wieder das Feld

Überragender Spieler in der uckermärkischen Liga und auch beim Boitzenburger Turnier: der Lychener Sebastian Peykow. Hinter der Scheibe verfolgen die Zuschauer den Wettkampf.
Überragender Spieler in der uckermärkischen Liga und auch beim Boitzenburger Turnier: der Lychener Sebastian Peykow. Hinter der Scheibe verfolgen die Zuschauer den Wettkampf. © Foto: Rainer Fehlberg
Rainer Fehlberg / 09.01.2019, 02:45 Uhr
Boitzenburg Es ist eine schöne Gewohnheit geworden, wie die Billardspieler der Uckermark das neue Jahr begrüßen. Es war auch diesmal – schon zum 20. Mal übrigens – wieder ordentlich was los in den Räumen des SV Boitzenburg, als die Spieler der Liga mit ihrem Aufgalopp das Jahr 2019 begrüßten. Besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass – wie Turnierleiter Horst Tenner stolz anmerken konnte – erstmals alle Vereine der Uckermarkliga vertreten waren. Ein toller Beweis, dass eine gute Billardfamilie gewachsen ist!

Apropos Horst Tenner: Außer ihm waren weitere vier ehemalige Sieger mit insgesamt neun Erfolgen am Start. Dabei erzielte Sebastian Peykow vom Lychener SV, der Überflieger der regionalen Billardszene, bislang allein vier Siege. Auch diesmal wieder am Start, gebührte Peykow natürlich die Favoritenrolle.

Aber auch andere Teilnehmer waren nicht angereist, um den Gegnern kampflos das Feld zu überlassen. Dazu gehörten der erfahrene Matthias Schauseil und der aufstrebende Wolfgang Klaffki aus Gerswalde oder auch der Greiffenberger Doppelsieger früherer Jahre, Frank Westphal. Gespielt wurde nach einem von den Boitzenburgern ergedachten System, bei dem man sich mit einem Sieg – notwendig waren 50 Punkte – jeweils für die nächste Runde qualifiziert, aber erst bei der zweiten Niederlage unweigerlich ausscheidet.

In den ersten beiden Runden gab es – von Kleinigkeiten abgesehen – die erwarteten Ergebnisse. So musste in Runde 3 mit Stefan Tesch der letzte Boitzenburger das Feld verlassen, aber er war nicht unzufrieden, weil er mehr erreicht hatte als in den Jahren zuvor.

Von Runde zu Runde nahmen Spannung und Klasse im Turnier zu. Begegnungen wie Peykow gegen Westphal in der vierten oder Westphal gegen Klaffki in der fünften Runde waren Leckerbissen des Billardsports, spannend und hochklassig.

Und „hinter dem Rücken der Giganten“ schlich einer nach vorn, den man gar nicht auf der Rechnung hatte: Altmeister Jürgen Reck aus Günterberg. Nach seiner Auftaktniederlage gegen Peykow wurde er immer stärker. Er hatte durch den verpatzten Start zwar den längsten Weg mit sieben Spielen zurückzulegen, aber letztlich erreichte er das Endspiel. Dabei ließ er sich auch von den höher eingeschätzten Sven Borde (Templin) und Westphal nicht stoppen. So trafen im Finale zwei Billard-Generationen aufeinander: jung gegen erfahren. Auch dabei stand der „Alte“ (Jürgen Reck) seinen Mann und machte Sebastian Peykow das Leben schwer. Angetrieben von leidenschaftlichen Günterberger Fans draußen an der Glasscheibe, hielt er lange dagegen (Sieger war nun, wer zuerst 100 Punkte erreichte). Aber Peykows Klasse setzte sich am Ende durch. Er kam zu seinem fünften Sieg bei diesem Einladungsturnier. Reck, der zwei Spiele mehr zu absolvieren hatte, war die bejubelte Überraschung. Frank Westphal komplettierte als Dritter das Siegerpodest.

Turnierleiter Horst Tenner übergab Pokal und Urkunden und hatte das Turnier jederzeit gut im Griff. „Chefkoch“ Siegfried Matschull und seine „Heinzelmännchen“ sorgten (nachdem sie vorher fleißig gebrutzelt und geschmurgelt hatten) fürs leibliche Wohlbefinden der Teilnehmer. Stimmungsvoller konnte der Jahresauftakt für die Billardfans einfach nicht sein.

Am Freitagabend wird nun der Liga-Spielbetrieb fortgesetzt.

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