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Schwedter Stadtarchiv erinnert mit Ausstellung an Jubiläum 175 Jahre Berlin-Stettiner-Eisenbahn

Historie
Als Dampfloks PCK-Waggons zogen

An Baracken und Baumaterial vorbei: Bauarbeiter nannten diesen Zug auf der Baustelle in Schwedt einst den „Wilden Robert“.
An Baracken und Baumaterial vorbei: Bauarbeiter nannten diesen Zug auf der Baustelle in Schwedt einst den „Wilden Robert“. © Foto: Sammlung G. Glase
emw / 11.01.2019, 06:15 Uhr
Schwedt Das Schwedter Stadtarchiv erinnert mit einer kleinen Ausstellung an die 175 Jahre alte Geschichte der Eisenbahnstrecke Berlin-Stettin. Die Strecke war von 1842 bis 1843 erbaut worden. Die Schau im Archiv beleuchtet die Zeit zwischen 1945 und dem Jahr 2000 und ist noch bis Februar zu sehen. Deutlich wird, dass die Entwicklung der Berlin-Stettiner Eisenbahn maßgeblich auch Schwedt und seine großen Betriebe beeinflusst hat.Werner Lehmann, langjähriger Vereinsvorsitzender des Eisenbahnmuseums Gramzow und Cheflehrausbilder im PCK hat dafür Bildmaterial und Informationen zusammengetragen.

Wie er notiert, wurden im Juni 1964 die ersten 800 Tonnen Rohbenzin, die im jungen Erdölverarbeitungswerk Schwedt produziert worden waren, vom Werkbahnhof Stendell nach Böhlen zur Weiterverarbeitung transportiert. Auf dem Schienenwege. 1966 verließen täglich zehn Züge mit je 30 Wagen das Werk.

In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre entstanden neue Chemieanlagen im PCK. Für die Eisenbahn blieb die Entwicklung nicht ohne Wirkung. „Wegen des Heizölmangels beschloss die Deutsche Reichsbahn, bis Ende 1981 alle ölgefeuerten Dampfloks außer Betrieb zu nehmen. Da ein vollständiger Ersatz durch Diesellokomotiven noch lange nicht in Sicht war, mussten kohlegefeuerte Reko 52er und Altbauloks einen großen Teil der Zuglasten übernehmen“, informiert Werner Lehmann.

Die PCK-Werkbahn bekam 1981 sechs Diesellokomotiven. Sie wurden vom Hersteller, dem Lokomotivbau Hennigsdorf, mit erhöhter Anzugskraft und verringerter Höchstgeschwindigkeit an den schweren Rangierdienst angepasst. Am 20. Dezember 1987 wurde der Betriebsbahnhof Stendell an das elektrische Streckennetz der Deutschen Reichsbahn angeschlossen. Im Beisein von Presse, Funk und Fernsehen wurde die Strecke Stendell-Angermünde-Eberswalde in Stendell feierlich eröffnet.

Stadtarchiv, Neubauerstraße 5, bis 22. Februar

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