Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Schöneberg bemüht um neue Räume für Kita Kirchturmspatzen / Kinder seit September in Schwedt

Kinderbetreuung
Spatzen wollen wieder nach Felchow

Zeitweiser Unterschlupf: Kita-Leiterin Birgit Schwiderski spielt mit Kindern der Kita aus Felchow auf dem Spielplatz der Kita „Weg ins Leben“ in Schwedt.
Zeitweiser Unterschlupf: Kita-Leiterin Birgit Schwiderski spielt mit Kindern der Kita aus Felchow auf dem Spielplatz der Kita „Weg ins Leben“ in Schwedt. © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Michael Dietrich / 11.01.2019, 06:30 Uhr
Schwedt/Felchow (MOZ) Die Kinder der Kita Kirchturmspatzen, die seit September behelfsmäßig in einer Schwedter Kita untergebracht sind, sollen so schnell wie möglich wieder in Felchow betreut werden. Das haben die Gemeinde Schöneberg und der Kita-Träger Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk EJF erklärt. Vorgesehen ist, dafür vorübergehend Räume im Gutshaus von Felchow zu nutzen.  Gemeinde und EJF treffen sich heute mit dem Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen (CDU) und Uckermark-Landrätin Karina Dörk vor Ort, um das Vorhaben und dafür notwendige bauliche Veränderungen zu besprechen.

Die Kita Kirchturmspatzen war Anfang September überraschend geschlossen worden, nachdem eine bautechnische Prüfung des Gebäudes statische Bedenken zur Tragfähigkeit des Dachstuhls ergab. Seither werden die Kinder täglich mit einem Busshuttle in die Kita „Weg ins Leben“ gefahren und dort vorübergehend betreut. Die Kita befindet sich ebenfalls in Trägerschaft des EJF. Eine zeitnahe Sanierung der alten Schule in Felchow, die bisher als Kita genutzt wurde, hält EJF-Vertreter Andreas Schulz für wenig realistisch. Nach Beratungen mit dem Amt Oder-Welse sprach er von einem angeblichen Sanierungsaufwand von einer hohen sechsstelligen Summe. Amt und EJF sind uneins darüber, wer für diese Kosten aufkommen müsste. Vom Amt wurde die Gemeinde darauf hingewiesen, dass in der deutsch-polnischen Kita in Pinnow genug Plätze frei wären.

17 Kinder sind derzeit von der Sperrung betroffen und werden seit vier Monaten morgens nach Schwedt und nachmittags nach Felchow gefahren. „Wir fühlen uns hier bei den Kollegen in Schwedt wirklich sehr gut aufgehoben. Aber die Fahrerei bedeutet einen enormen Zeitverlust und zusätzlichen Aufwand. Die Eltern, einige Großeltern, die einspringen, und natürlich wir Erzieher möchten, dass die Kinder so schnell wie möglich wieder in Felchow betreut werden“, sagt Leiterin Birgit Schwiderski.

Ob das gelingt, ist noch unklar. Die Gemeinde Schöneberg und der Dorfgemeinschaftsverein haben angeboten, von ihnen genutzte Räume im Gutshaus für die Kita zur Verfügung zu stellen. Sie halten auch den Umbau einer Küche in Toiletten für die Kita kurzfristig für möglich. Das Amt ließ bereits verlautbaren, dass es das EJF verpflichtet sieht, die Kosten zu tragen.  Jens Koeppen erklärte, er will die Gemeinde dabei unterstützen, dass die Kita in Felchow erhalten bleibt. „Ich habe etwas von sehr hohen Sanierungskosten gehört und dass das Amt erklärte, dass sich der Aufwand nicht lohne. Mein Ziel ist es, dass die Kita eine vorübergehende Heimstatt im Gutshaus erhält und nicht erst im März oder April, sondern jetzt“, so Jens Koeppen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG