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Stadtverordnete beraten Pläne zu energetischen und funktionellen Verbesserungen der Uckermärkischen Bühnen

Investitionen
Sanierungsbedarf über 9 Millionen Euro

Michael Dietrich / 11.01.2019, 06:45 Uhr
Schwedt Die Stadt hat eine ihrer größten  Investitionsvorhaben auf den Weg gebracht. Ein Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Uckermärkischen Bühnen für mehr als neun Millionen Euro passierte am Mittwoch den ersten Fachausschuss. Die Stadtverordneten entscheiden Ende Februar.

Als erster von drei Fachausschüssen, die das Großvorhaben öffentlich beraten, hat der Bühnenausschuss die Sanierungspläne mehrheitlich empfohlen. Mit drei Ja-Stimmen und einer Gegenstimme befürwortete der Ausschuss am Mittwoch grundsätzlich die Pläne, die Uckermärkischen Bühnen energetisch zu sanieren und das Hinterhaus umzubauen und zu erneuern. Insgesamt geht es dabei um 9,5 Millionen Euro, die aus dem Etat der Ubs., mit Förderungen vom Land und mit Hilfe von Eigenmitteln der Stadt finanziert werden sollen. Zeitgleich unterschrieb das Gremium eine Absichtserklärung zur geplanten Sanierung an das Land, um eine Frist zur Beantragung von Fördermitteln zu wahren, die heute bereits ausläuft. Diese Absichtserklärung unterschrieben alle Ausschussmitglieder.

Hans-Joachim Höppner (CDU), Vorsitzender des Bühnenausschusses und bekennender Ubs.-Fan, begrüßte die grundsätzliche Entscheidung für die Sanierungsabsicht: „Es geht um die Schaffung ordnungsgemäßer Arbeitsbedingungen für das Personal, die anderswo längst üblich sind, und um das Einsparen von Energie. Das Theater wurde vor 40 Jahren zu DDR-Zeiten gebaut, da waren Energiekosten noch kein Thema. Man kann die Hand an die Fassade halten und merkt sofort, wie die Kälte hinein und die Wärme hinaus geht“, erklärt Höppner.

Die Mitglieder des Ausschusses wurden vor der Beratung von Verwaltungsleiter Ulf Parpart-Hergesell durch die lichtlosen Flure, Funktions- und Personalräume des Hinterhauses geführt. „An jeder Türklinke, an jedem Rohr sieht man den DDR-Charme und den Verschleiß. Manche Rohre sind schon so verrostet, dass sich Reparatur-Schelle an Reparaturschelle reiht“, schildert Höppner seinen Eindruck.

Der Grundsatz- und Planungsbeschluss, der nach weiteren Beratungen im Finanzausschuss und im Bauausschuss am 28. Februar in der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung steht, soll der Stadt und den Uckermärkischen Bühnen grundsätzlich grünes Licht für das Vorhaben geben. Danach kann dann bereits Geld für die Planung ausgegeben, können Förderanträge gestellt und Bauvorlagen für die einzelnen Teilprojekte erarbeitet werden.

Sebastian Stockfisch von der Fraktion Freie Bürgerinitiative (FBI) stimmte im Bühnenausschuss gegen die Vorlage. Seine Fraktion befürchtet, dass die Fördermittel nicht wie erhofft kommen oder nicht ausreichen könnten. Dann kämen, so Stockfisch, deutlich mehr Kosten auf die Stadt zu als die derzeit avisierten 1,7 Millionen Euro.

Der Grundsatzbeschluss stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie mit Kostenschätzung. Sie sieht eine Umsetzung der Pläne bis 2023 vor. Die Studie liegt den Stadtverordneten vor.

Geplante Maßnahmen

■1. Energetische Sanierung

Erneuerung der Fensterfassade, Heizungskanäle, Heizkörper, Pumpen und Rohre, Ersatz der Klimaanlage und Einbau einer automatisierten Gebäude- und Heizungssteuerung

⇥geschätzte Kosten: ⇥1,7 Millionen Euro

■2. Sanierung Hinterhaus

Neustrukturierung und Klimatisierung des gesamten Personaltrakts im Hinterhaus, Anpassung der Raumaufteilung, Erneuerung von Sanitäranlagen, Künstlergarderoben, Belichtung langer, dunkler Flure  mit Tageslicht

■3. Sanitär Freilichtbühne

Einbau von Besucher-WC für die Odertalbühne im Personaltrakt im Hinterhaus

■4. Fusion Kantine/Cafè

Erneuerung und Zusammenführung von Mitarbeiterkantine und Parkcafé

⇥geschätzte Kosten für ⇥die Punkte 2. bis 4.:⇥ 7,7 Millionen Euro

■Ausweichquartier

Herrichtung Behelfsunterkunft für Mitarbeiter in ehemaliger Ehm Welk-Schule

⇥rund 50 000 Euro

⇥Gesamtkosten der Sanierung:

⇥ rund 9,5 Millionen Euro

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