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Land Brandenburg fördert Uckermärkische Bühnen Schwedt und entlastet die Stadt / Haus der Muse kann jetzt langfristig planen

Kultur
Land fördert Uckermärkische Bühnen

Andrang in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt: Die Studien- und  Ausbildungsmesse (sam) findet dort regelmäßig statt. Ebenso Theaterpremieren, Bälle und Ausstellungen.
Andrang in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt: Die Studien- und  Ausbildungsmesse (sam) findet dort regelmäßig statt. Ebenso Theaterpremieren, Bälle und Ausstellungen. © Foto: Oliver Voigt
Eva-Martina Weyer / 12.01.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 15:27
Schwedt (MOZ) Ausgewählte Theater und Orchester im Land Brandenburg erhalten von diesem Jahr an eine deutlich höhere Landesförderung. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt gehören dazu. Das entlastet die Stadt um eine Million Euro.Bürgermeister Jürgen Polzehl sagt, wo das Geld hinfließt.

Sieben große Kultureinrichtungen des Landes werden ab sofort über vier-Jahresverträge gefördert. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt (Ubs.) sind mit dabei. Die Freude darüber ist groß. Bürgermeister Jürgen Polzehl sagt: „Über Jahre hinweg hat Schwedt zwei Millionen Euro für die Ubs. ausgegeben. Wir wollten das und fühlen uns jetzt bestätigt in unserem Handeln.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Mike Bischoff hat am Aushandeln der neuen Förderung mitgewirkt und erläutert: „Es ist erstmals der Weg frei, dass die Ubs. über vier Jahre hinweg in ihre Spielstätten, in Tarifveränderungen und Betriebskosten sicher planen können. Dass das Schwedter Theater ausgewählt wurde, ist eine besondere Würdigung der Ubs., die sich durch ihr vielfältiges Wirken ja auch den Titel eines Landestheaters erarbeitet hat.“

In den 1990er-Jahren hatten die Schwedter Theaterleute jedes Jahr aufs Neue um eine finanzielle Förderung gerungen. Später kam es zu drei-Jahresverträgen zwischen Land, Stadt Schwedt und Landkreis. Nun soll die Förderung von 2019 bis Ende 2022 fließen. Der Theatervertrag dazu sagt aus, dass das Land seinen Anteil an der Förderung von bisher 35 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Hinzu kommt eine 30prozentige Förderung aus dem Finanzausgleichgesetz. Die Kommune muss also nur noch 20 Prozent des Finanzierungsbedarfes für die Uckermärkischen Bühnen (Ubs.) aufbringen. Der Schwedter Haushalt wird dadurch in diesem Jahr um über eine Million Euro entlastet.

„Wir diskutieren derzeit mit den Stadtverordneten, diesen Betrag bei den Ubs. zu belassen. Die Entlastung um eine Million Euro soll in die Beseitigung des Investitionsstaus an den Uckermärkischen Bühnen fließen“, erläutert Jürgen Polzehl. Die Stadt habe zwar in den vergangenen Jahren dort größere Investitionen getätigt wie den Bau der Odertalbühne oder im großen Saal. Nun gelte es, den DDR-Charme an der Rückseite des Gebäudes zu beseitigen und das Haus energetisch zu sanieren.

Die Zuwendung vom Land ist indes keine starre Summe. Sie arbeitet Tarifanpassungen für Löhne und Gehälter mit ein. Doch warum ist diese Förderung überhaupt möglich geworden? Mike Bischoff sagt: „Die allgemeine Finanzlage hat sich gebessert. Aber es ist auch eine Frage der Prioritätensetzung. Wenn man Kultur auf hohem Niveau halten will, dann muss man sie in der Fläche fördern.“ Bischoff sieht ein dauerhaftes Bekenntnis aus Potsdam zu den Uckermärkischen Bühnen. Dies sei ein Haus mit eigenem Ensemble und einem Konzept, das überregional wirksam ist.

An einem Förderkonzept für die freie Kulturszene, also für Chöre, Galerien,  Museen und kleine Theatergruppen, arbeite das Land gerade. „Auch dort wird aufgestockt“, so Bischoff.

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