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Projektgruppe One Billion Rising bereitet zum 4. Mal Aktionstag gegen Gewalt an Kindern und Mädchen vor

Gewalt gegen Frauen
Angermünde tanzt mit der Welt

Alles tanzt: Die weltweite Protestaktion One Billion Rising bringt seit vier Jahren auch die Angermünder in Schwung. Sie solidarisieren sich damit mit Frauen rund um den Globus, die tanzend ein Zeichen gegen Gewalt und Missbrauch setzen.
Alles tanzt: Die weltweite Protestaktion One Billion Rising bringt seit vier Jahren auch die Angermünder in Schwung. Sie solidarisieren sich damit mit Frauen rund um den Globus, die tanzend ein Zeichen gegen Gewalt und Missbrauch setzen. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 16.01.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 16.01.2019, 11:22
Angermünde (MOZ) Am 14. Februar 2019 tanzen in Angermünde wieder hunderte Menschen auf der Straße beim weltweiten Protesttag One Billion Rising. Sie erheben sich damit gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

An keinem anderen Tag im Jahr fühlen sich die Angermünderinnen so nah verbunden mit Frauen in New York oder Paris, Barcelona, Rio de Janeiro,  Kalkutta oder in hunderten anderen Städten rund um den Globus. Am 14. Februar ist das kleine Angermünde ein Teil der größten weltweiten Protestaktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: One Billion Rising. Aus dem Englischen übersetzt heißt die Kampagne „Eine Milliarde erhebt sich“. Und genau das ist das Anliegen. Überall in der Welt stehen Menschen auf und setzen der Gewalt ein kraftvolles Zeichen der Lebensfreude und Solidarität entgegen. Sie tanzen. Und es werden jedes Jahr mehr.

Wie sich diese unvergleichliche Verbundenheit anfühlt, können Angermünder und Gäste am 14. Februar wieder erleben, wenn sich um 16.30 Uhr der Angermünder Marktplatz vor dem Rathaus in eine große bunte Tanzbühne verwandelt und alle gemeinsam tanzen, Junge und Alte, Freunde und Fremde.

Die Projektgruppe um Christina Greßmann steckt derzeit voll in den Vorbereitungen für die Tanzdemo. Elf Frauen und Mädchen gehören zum ehrenamtlichen Team, die meisten sind seit der ersten Stunde dabei und haben One Billion Rising in der Uckermark bekannt und erfolgreich gemacht. Die Idee dazu hatte vor vier Jahren die passionierte Tanzlehrerin der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Christina Greßmann, die One Billion Rising am Brandenburger Tor in Berlin begeistert miterlebt hatte, wo Tausende Menschen tanzten. Sie beschäftigte sich mit dem Projekt, den Hintergründen und dem Solidaritätsgedanken, der um die Welt geht und immer mehr Menschen aufrüttelt. Das wollte sie auch in Angermünde ins Leben rufen. Die erste One-Billion-Rising-Aktion 2016 wurde ein voller Erfolg. 2017 erhielt die Projektgruppe sogar den Toleranzpreis Angermünder Elle. Schließlich steht hinter dem fröhlichen Massentanz ein ernstes Thema: Gewalt und Missbrauch an Frauen und Kindern, das auch in Deutschland noch ein erschreckend aktuelles Thema ist.

Deshalb wird es neben Musik und Tanz wieder Informationsstände und -materialien zum Beispiel der Polizei, des Deutschen Kinderschutzbundes, des Weißen Rings und der IG Frauen und Familie geben. „Und wir haben eine Überraschung geplant. Wir wollen den  Marktplatz leuchten lassen. Alle sollen Taschenlampen, Knicklichter oder Ähnliches mitbringen“, kündigt Christina Greßmann an. Erstmals wird es auch Aktionen in Prenzlau und Eberswalde geben.

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