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Polizei musste 2019 bereits 62 abkürzende Brummifahrer verwarnen

Polizeikontrolle
LKW missachten immer öfter Durchfahrtsverbote

Lkw gestoppt: Die Polizei kontrolliert einen Fahrer, der unerlaubt durch die Berliner Straße abgekürzt hat.
Lkw gestoppt: Die Polizei kontrolliert einen Fahrer, der unerlaubt durch die Berliner Straße abgekürzt hat. © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Michael Dietrich / 12.02.2019, 06:15 Uhr
Schwedt (MOZ) Mit Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung von Durchfahrtsverboten für Lkw hat die Polizei auf eine Reihe von Bürgerbeschwerden über den zunehmenden Verkehr und die Lärmbelästigung entlang der Berliner Straße reagiert. Wie Revierleiter Michael Fritz bestätigte, habe die Polizei eine Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Straßen, die für den Verkehr über 7,5 Tonnen gesperrt sind, festgestellt. „Wir haben seit Ende 2018 den Schwerlastverkehr durch die Stadt verstärkt kontrolliert und vor allem Verstöße von ausländischen Lkw-Fahrern mit dem Ziel Leipa festgestellt“, berichtet Michael Fritz. Demnach kürzen die Brummifahrer den Weg von der Grenze zur Papierfabrik über die Berliner Straße ab, teilweise manövrieren die 40-Tonner sogar über die Karl-Marx-Straße und Helbigstraße in Richtung Kuhheide.

„Die Kollegen berichten dann davon, dass sich die Fahrer damit herausreden, dass sie das Verbotsschild nicht gesehen hätten, dass sie für Leipa liefern und für Lieferverkehr sei die Straße ja frei oder dass sie ihr Navi angeblich über diese kürzere Strecke geschickt hätte. Regulär wird der Lkw-Verkehr von der Grenze über die B 166 und B 2, also Lindenallee, Werner-Seelenbinder-Straße auf die neue B 2 Richtung Vierraden geleitet. Diese Strecke beträgt  rund 13 Kilometer, die Abkürzung duch die Berliner Straße beträgt 4,5 Kilometer

Bei 16 Kontrollen allein in diesem Jahr hat die Polizei bereits 62 Verwarnungen aussprechen müssen. „Leider haben wir keine Wendemöglichkeit auf der Strecke, sodass wir die Lkw nachder Kontrolle weiterfahren lassen müssen. Einen höheren erzieherischen Wert hätte es, wenn wir sie zurück auf die erlaubte Strecke schicken könnten“, erklärt Michael Fritz. Fraglich ist auch, ob die 20 Euro Verwarngeld die Fahrer tatsächlich ärgern und die Fuhrunternehmen nicht trotzdem von dem kürzeren und schnelleren Weg profitieren. Die Polizei vermutet sogar, dass die zunehmenden Abkürzungsfahrten etwas mit der Einführung der Maut auf den Bundesstraßen zu tun hat. Die Einhaltung der Mautpflicht wird auf der B 166 von der Grenze bis Schwedt nicht stationär kontrolliert, erst auf der Umgehungsstrecke der B 2 neu zwischen PCK und Vierraden. Demnach könnte ein Lkw aus Polen über die Berliner Straße bis zur Papierfabrik fahren, ohne kontrolliert zu werden, ob er die Maut entrichtet hat.

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